20.09.2007 Jugendburg als sozialer Lernort

Die Kirchengemeinden Schwanheim, Einhausen, Gronau/Zell und Auerbach waren in diesem Jahr mit über 100 Teilnehmern ab dem Konfirmandenalter vier Tage auf der Jugendburg Hohensolms bei Wetzlar in ihrer September-Klausur, um sich mit gesellschaftlichen und religiösen Fragen auseinanderzusetzen.

Ihren Pfarrer Dominik Kanka, Thomas Hoffmann, Peter Voß und Christoph Achenbach sowie Dekanatsjugendreferent Bruno Ehret und Gemeindepädagoge Arik Janssen setzten dabei in Gruppenarbeiten und gemeinsamen Aktionen auf Gemeinschaft und Verständigung.


Die Burg Hohensolms, die von der Evangelischen Kirche für die Jugendarbeit unterhalten wird, bietet neben ihrem unvergleichlichen Ambiente auch mannigfaltige Möglichkeiten, angefangen von den großzügig angelegten Schlafräumen, in denen sich wie in großen Wohnzimmern die Jugendlichen sich gegenseitig besuchen konnten, über die moderne Ausstattung der Gruppenarbeitsräume bis hin zu den freizeitgestalterischen Möglichkeiten: vom Beach-Volleyballfeld im Burggraben bis zum Disco-Heuboden.

Die Jugendlichen teilten sich dabei in Neigungsgruppen auf und verließen damit die eigene Clique. So wurde selbst Fußballspielen oder Jonglieren zum sozialen Lernfeld, sobald Teamer entstehende Spannungen wahrnahmen und sie zur Erfahrung von Verständigung machen konnten. Das Auflösen von Konflikten stand bei allem Spaß im Vordergrund und die Teilnehmer hatten schon bald nach den ersten „Fremdkontakten“ Zutrauen in die Gruppe. Die „Alpha-Tiere“ wurden sensibilisiert auch für die Außenseiter.

Nachdem in Arbeitsgruppen Themen auch der Ökologie und den globalen sozialen Zusammenhängen methodisch aufgearbeitet wurden, waren beim Quizabend Inhalte der aktuellen Jugendkultur Gegenstand der spielerischen Auseinandersetzung. Ein Höhepunkt war die „Programm-Disco“, wo sich die Teenager zu einem unvergessenen Tanzabend animieren ließen und am ende das Konfirmandenpaar des Abends wählten.

Es waren sehr viele junge Teamer aus der Teilnehmerschar der vergangenen Jahre dabei, was das Konzept der großen September-Klausur, diesmal mit vier Gemeinden, unterstreicht, da diese Jungteamer den Gemeinden als Mitarbeiter erhalten bleiben, weil sie ja im nächsten Jahr möglichst wieder dabei sein wollen.

Bild und Text: Bruno Ehret