13.09.2007 Ausbildungsbeginn für acht Ehrenamtliche

“Ich habe mir den Schlüssel ausgesucht, weil sich für mich mit diesem Kurs eine neue Tür öffnet” sagt Ursula Bernhard aus Heppenheim. Heinz-Peter Schneider aus Ober-Beerbach fährt fort: „Ich möchte mit dem Herzen bei der Sache sein. Darum halte ich diesen Stein in Herzform in der Hand. Er hat auch ein gewisses Gewicht, denn ich denke, es wird nicht immer leicht sein, Besuche im Altenheim und im Krankenhaus zu machen“.

Beide gehören zu einer Gruppe von Menschen, die sich fast sieben Monate lang zu Mitarbeitenden im seelsorglichen Besuchsdienst ausbilden lassen. Am ersten Tag der Ausbildung konnten die Teilnehmer mit Hilfe verschiedener Gegenstände ihre innere Haltung zu diesem Kurs und der ehrenamtlichen Tätigkeit sagen.

Im vergangenen Jahr wurde im Dekanat Bergstraße eine halbe Pfarrstelle für Alten-, Kranken-und Hospizseelsorge errichtet und mit Pfarrerin Barbara Tarnow besetzt. Neben ihrer Seelsorgetätigkeit im Altenzentrum Seeheim hat sie den Auftrag, Ehrenamtliche auszubilden. Gemeinsam mit Pfarrerin Silke Bienhaus verantwortet sie den Kurs, der im Haus der Kirche in Heppenheim am Samstag (8. September) begonnen hat.

Aus Bensheim, Alsbach-Hähnlein, Seeheim-Jugenheim, Bickenbach, sowie Heppenheim und Ober-Beerbach kommen die Teilnehmer dorthin, um sich fit zu machen, für seelsorgliche Besuche. Sie kommen aus unterschiedlichen Berufen und Lebensbezügen. Sie werden sich mit Fragen des Alters und verschiedenen Krankheitsbildern auseinandersetzen. Mit Rollenspielen und Übungen in Gesprächsführung wollen sie sich auf ihre zukünftige ehrenamtliche Tätigkeit vorbereiten. Dazu gehört auch, sich über den eigenen Glauben auszutauschen, Andachten zu gestalten und sich über Begegnungsmöglichkeiten mit Demenzkranken zu informieren.

Nach einem viermonatigen Praktikum in einem Altenheim oder Krankenhaus, werden sie dort oder von einer Kirchengemeinde im Dekanat offiziell beauftragt, gemeinsam mit Pfarrerinnen und Pfarrern seelsorgliche Besuche zu machen.

Foto: Irmgard Wagner
Text: Barbara Tarnow