06.06.2007 Glockenläuten für Gerechtigkeit - Evangelische Kirche bietet Andachten anlässlich des G8-Gipfels an

Am 6. Juni nahmen viele Gemeinden in allen Regionen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) an der bundesweiten Aktion "8 Minuten für Gerechtigkeit" teil. Anlässlich des G8-Gipels in Heiligendamm ließen sie um 18 Uhr für acht Minuten die Glocken läuten und riefen damit zu Andacht und Gebet. Auch Kirchengemeinden an der Bergstraße beteiligten sich daran.

"Die Aktion 'Acht Minuten für Gerechtigkeit' ist kein Protest gegen die Globalisierung oder gegen den G8-Gipfel", sagte Kirchenpräsident Dr. Peter Steinacker in Darmstadt. "Wir wollen den Gipfel geistlich im Gebet begleiten." Gerade angesichts der "erschreckenden Gewaltexzesse in Rostock" sei es besonders wichtig, Orte und Zeiten anzubieten, in denen Menschen "auf friedliche, inhaltlich angemessene und geistliche Weise ihren Bezug zum G8-Gipfel zum Ausdruck bringen können". Die komplexen Strukturen und Probleme in der globalisierten Welt seien eine große Herausforderung, der man nicht ausweichen könne. Vielen Menschen sei das bewusst. Wörtlich sagte Steinacker: "Angesichts der Schwierigkeit ihrer Aufgabe haben die beteiligten Spitzenpolitiker eine geistliche Begleitung im Gebet bitter nötig".

An der Bergstraße gab es um 18.00 Uhr Andachten in den Evangelischen Kirchengemeinden Alsbach, Beedenkirchen, Lorsch, Schwanheim, Seeheim und Zwingenberg. In Heppenheim läuteten die Glocken der Christuskirche und der Heilig-Geist-Kirche und luden damit zu einer Andacht ein, die in der Kapelle des Heppenheimer Krankenhauses stattfand.