01.06.2007 Trotz weniger Pfarrstellen die Qualität der Gemeindearbeit sichern - Synode tagt in Mörlenbach

Zu seiner dritten Tagung nach der Vereinigung der beiden ehemaligen Bergsträßer Kirchenbezirke im letzten Jahr traf sich am Wochenende die Synode des Evangelischen Dekanates Bergstraße in Mörlenbach. Zu Beginn feierten die Delegierten in der Evangelischen Kirche eine kurze Andacht, die von den beiden Gemeindepfarrern Grebenstein und Stein gestaltet wurde. Pfarrer Stein wurde in diesem Gottesdienst aus seinem Amt als Öffentlichkeitsreferent des Dekanates verabschiedet. Dekanin Ulrike Scherf dankte Stein für sein Engagement in den letzten eineinhalb Jahren, besonders auch im Blick auf die Dekanatsvereinigung. Für die vor ihm liegenden Aufgaben als Gemeindepfarrer in der Evangelischen Michaelsgemeinde in Reichelsheim wünschte Scherf ihm Gottes Segen.

Besondere Ehrung erfuhren dann nach dem Ortswechsel ins Mörlenbacher Bürgerhaus noch zwei verdiente Mitarbeiter. Beim Rimbacher Kantor Klaus Thielitz bedankte sich Präses Axel Rothermel für 30 Jahre Tätigkeit im Dekanat. Und Christian Kupfer aus Heppenheim bekam ein besonderes Dankeschön für sein großes Engagement im Rahmen der Baumaßnahmen rund um das Haus der Kirche in Heppenheim und das Gerhard-Hauptmann-Haus in Scharbach.

Wichtigstes Beratungsthema war die Zukunft der Gemeindearbeit. Im Südteil des Dekanates soll im Herbst die in regelmäßigen Abständen vorgesehene Visitation stattfinden. Dabei werden die einzelnen Gemeinden im Auftrag der Kirchenleitung besucht und begutachtet. Pröpstin Karin Held (Darmstadt) betonte dabei, dass es neben einer kritischen Bestandsaufnahme vor allem auch darum gehe, gemeinsam nach Zielen für die zukünftige Gemeindearbeit zu fragen.
Finanziell wird es in vielen Bereichen enger werden. So müssen im Südteil des Dekanates in diesem Jahr schon zwei halbe Stellen eingespart werden. Aktuell betroffen davon sind die Kirchengemeinden in Affolterbach und in Gorxheimertal. Dekanin Ulrike Scherf erläuterte den Synodalen das den Streichungen zugrunde liegende Verfahren, zeigte sich aber zuversichtlich, nun für die nähere Zukunft eine gesunde Arbeitsgrundlage erreicht zu haben.

Auch über die gemeindepädagogische Arbeit wurde ausführlich beraten. Irmgard Wagner aus dem Dekanatssynodalvorstand (DSV) stellte den Stellenplan für das Dekanat vor und freute sich mitzuteilen, dass die Inhaber/innen der achteinhalb Dekanatsstellen gemeinsam ein Leitbild für ihre Arbeit erstellt haben. Die Gemeindepädagogen/innen sind in unterschiedlichen Gemeinden in der Regel für die Kinder- und Jugendarbeit zuständig.
So wie Irmgard Wagner für den Gemeindepädagogischen Dienst sind auch die anderen DSV-Mitglieder für bestimmte Ressorts zuständig. Präses Rothermel erläuterte die Ressortverteilung und betonte, dass so eine noch effektivere Unterstützung der einzelnen Gemeinden durch das Leitungsgremium möglich ist.

Nach intensiven Beratungen über Anträge einzelner Kirchengemeinden ging die Tagung gegen 22.00 Uhr zu Ende. Dekanin Scherf entließ die Vertreter der 36 Gemeinden mit einem Segensgebet.

Hintergrund: Die Dekanatssynode ist das Leitungsgremium eines Kirchenbezirkes, zu der jede Kirchengemeinde zwei bis drei Vertreter entsendet. Sie tagt zweimal im Jahr. Vorsitzender (Präses) der Bergsträßer Kirchensynode ist Axel Rothermel aus Alsbach-Hähnlein.