16.03.2007 Gottes Segen für den weiteren Lebensweg - Euler-Mitarbeitende feierten Ökumenischen Gottesdienst

Zu einer Ökumenischen Andacht trafen sich am 16.März Mitarbeitende und Betriebsräte der Papierfabrik Euler in der Bensheimer Hospitalkirche. Anlass war die Abschlussveranstaltung für die Mitarbeitenden des seit Ende Januar geschlossenen Unternehmens. Gemeinsam mit den Betriebsräten Roland Berghold und Norbert Hebenstreit hatten Dekanin Ulrike Scherf (Evangelische Kirche) und Dekan Thomas Groß (Katholische Kirche) diesen besonderen Gottesdienst geplant und gestaltet.

Dekanin Ulrike Scherf vom Evangelischen Dekanat Bergstraße brachte in ihrer Begrüßung ihr Bedauern darüber zum Ausdruck, dass es trotz vieler Bemühungen nicht gelungen war, die Schließung zu verhindern. „Trotz intensiven Ringens, trotz Kampf und Anstrengungen von Ihnen als Mitarbeitenden und seitens Ihres Betriebsrates sind die Tore seit Ende Januar geschlossen. Wir als Kirchen haben diesen Weg begleitet und uns mit Ihnen für eine Zukunft hier eingesetzt. Vergeblich.“ Jetzt gelte es, die nächsten Schritte auf dem persönlichen Lebensweg zu finden. Eine schwierige, aber notwendige Aufgabe.

Nach Ansicht von Dekan Thomas Groß vom Katholischen Dekanat Bergstraße Mitte ist es gut, gerade bei solchen schwierigen Wegstrecken um Gottes Segen und Kraft zu bitten. Kein fauler Zauber sei das, der einen aus der eigenen Verantwortung entlasse. Aber doch der Ausdruck eines bewussten Vertrauens auf den Gott, der „all unsere Fragen und Sorgen kennt“, wie Groß betonte.

Es war eine ruhige, besinnliche Andacht. Doch vielleicht gerade deswegen nahmen viele Mitarbeitenden der Firma Euler das Angebot gerne an, diesen markanten Einschnitt in der Firmengeschichte und in ihrem eigenen Leben auf diese Weise zu begehen.