08.02.2007 Festgottesdienst in Rimbach - Dekanin Scherf feierlich in ihr Amt eingeführt

Seit 1. Januar 2007 ist Pfarrerin Ulrike Scherf die erste Dekanin des im letzten Jahr durch Zusammenschluss zweier Kirchenbezirke entstandenen Evangelischen Dekanates Bergstraße. Am Donnerstag, den 8. Februar, wurde sie in Rimbach mit einem Festgottesdienst in ihr Amt eingeführt. Die Wahl des Ortes unterstrich dabei, dass Scherf, die vormals Dekanin im Evangelischen Dekanat Bergstraße Mitte war, jetzt nicht nur für die Kirchengemeinden direkt an der Bergstraße, sondern auch für die in den Odenwaldregionen Weschnitztal und Überwald, sowie die in der Stadt Viernheim zuständig ist. Für diesen größer gewordenen Bereich braucht sie nun einen weiten Blick, dieser Meinung waren zumindest viele kirchlichen und politischen Repräsentanten, die sich in der prallgefüllten Rimbacher Kirche und im ebenso vollen Gemeindehaus einfanden.

Auf die großen Dimensionen hob auch Pröpstin Karin Held in ihrer Ansprache ab, als sie der Dekanin „Das große Hessenspiel“ überreichte. Spielerisch könne Scherf sich nun „ihren“ Orten nähern – den altbekannten und den für sie neuen. Und sie könne sich anhand des Spielplans immer wieder vor Augen halten, in welche größeren Zusammenhänge die einzelnen Kirchengemeinden und das Dekanat Bergstraße eingebunden seien. Gewissermaßen als Gegenpol stellte Pröpstin Held aber auch fest, dass die einzelne Gemeinde dabei nicht aus den Blick geraten darf. Anhand der so genannten „Sieben Sendschreiben“ im biblischen Buch der Offenbarung machte Held deutlich, wie wichtig es ist, dass jede Gemeinde auch in ihrer speziellen Situation wahrgenommen wird. Rimbachs erster Mann Hans-Jürgen Pfeifer brachte das später im Namen der Bürgermeister des Landkreises mit einem alten Sprichwort so auf den Punkt: „Die Kirche muss im Dorf bleiben!“

Dafür zu sorgen, dass Kirche „im Dorf“, also bei den Menschen bleibt, das sieht auch Pröpstin Held als wichtige Herausforderung an. Aber, so kann sie sagen, „ich kenne Frau Scherf und weiß, dass sie genau das kann.“ Dass „achtsam sein“, „wertschätzen“ und „wahrnehmen“ selbstverständliche Begriffe ihres Sprachgebrauchs seien, prädestiniere Ulrike Scherf geradezu für diese wichtige Aufgabe. Eine Einschätzung, die diejenigen, die sie aus der gemeinsamen Arbeit kennen, teilen.
So freute sich nicht nur Präses Axel Rothermel auf die Fortsetzung der guten bisherigen Zusammenarbeit zwischen ihm und der Dekanin. Auch Landrat Matthias Wilkes hob hervor, dass die bisherigen Erfahrungen eine gute Basis für viele weitere gemeinsam zu bewältigende Aufgaben seien.

Besonders viele positive Eigenschaften der Dekanin zählte der katholische Dekanatsreferent Stefan Volk auf, indem er die überaus lobenden Ergebnisse einer Umfrage unter katholischen Christen und Notfallseelsorger/innen zum Besten gab. Aber auch die Stellungnahmen von Dekan Hans-Georg Geilersdörfer (für die Katholischen Dekanate an der Bergstraße), Präses Heinrich Strenge (für den Partner-Kirchenkreis Eisleben), Elke Schulze (für die Kirchenleitung in Darmstadt) und stellv. Dekan Frank Nocher (für die Pfarrer/innen des Dekanates) waren geprägt von großer Herzlichkeit und Wertschätzung.

Nach all den freundlichen Worten war es der Hauptperson des Abends vorbehalten, das Schlusswort zu sprechen. Darin brachte Dekanin Ulrike Scherf ihre Freude über die vielen guten Wünsche sowie ihre Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit zum Wohl der in dieser Region lebenden Menschen zum Ausdruck. Besonders bedankte sie sich bei denen, die die Feierlichkeiten mit ihrer Musik so würdig mitgestaltet hätten: beim Rimbacher Gospelchor, beim Bläserkreis, sowie bei Propsteikantor Konja Voll (Orgel und Klavier) und Kirchenmusikerin Monika Hölzle-Wiesen (Flöte).

Bildunterschrift: Pfarrerin Ulrike Scherf (2.v.l.) wurde am 8. Februar 2007 in Rimbach von Präses Axel Rothermel, Pröpstin Karin Held und Rimbachs Pfarrer Burkard Hotz (v.l.n.r.) in ihr Amt als Dekanin des Evangelischen Dekanates Bergstraße eingeführt.