21.01.2007 Anneliese Pappe-Fischer und Ulrich Halbleib in Wald-Michelbach als neue Seelsorger eingeführt

Mit einem Festgottesdienst in der Evangelischen Kirche in Wald-Michelbach wurden am Sonntag, den 21. Januar zwei neue Mitarbeiter des Evangelischen Dekanates Bergstraße in ihre Ämter eingeführt.

Ulrich Halbleib ist seit 1. Januar mit halber Stelle zuständig für die Alten-, Kranken- und Hospizseelsorge im südöstlichen Bereich des Dekanates. Der 53-jährige Pfarrer, der mit der anderen Hälfte seines Dienstes Gemeindepfarrer in Wald-Michelbach ist, wird zum einen sein bisheriges Engagement in den Altenheimen Wald-Michelbachs fortsetzen, sich zum anderen um die Aus- und Weiterbildung von Ehrenamtlichen kümmern.

Anneliese Pappe-Fischer ist seit 15. September 2006 die Koordinatorin für ambulante Hospizarbeit im Überwald und im Weschnitztal. Ihre Aufgabe, die viele Jahre ehrenamtlich von Erika Ritter übernommen wurde, ist es, die Arbeit von Ehrenamtlichen in der Hospizarbeit zu planen und zu organisieren. Darüber hinaus kümmert sie sich um die Aus- und Weiterbildung von Menschen, die sich in der Begleitung Sterbender auf ihrem letzten Weg engagieren.

Halbleibs und Pappe-Fischers Aufgabengebiete sind beide nicht leicht, aber sehr wichtig. Das machte auch Dekanin Ulrike Scherf in ihrer Ansprache deutlich. Deswegen sei es nicht nur wichtig, dass die Dienstaufträge klar geregelt sind, sondern dass immer wieder auch Menschen im Gebet hinter der Arbeit von Pappe-Fischer und Halbleib stehen. Schließlich sollen Menschen in schwierigen Situationen ihres Lebens Hoffnung und Zuversicht erfahren. Und so wünschte Dekanin Scherf, dass „durch Ihr Wirken hindurch Menschen etwas von der Menschenfreundlichkeit unseres Gottes erfahren.“
Mit der Einrichtung dieser beiden Stellen setz laut Scherf die Evangelische Kirche ein Zeichen dafür, „dass auch Menschen, die nicht im Blickpunkt gesellschaftlicher Leistungsfähigkeit stehen, wahrgenommen werden und Beistand erfahren.“

Beim anschließenden Empfang im Evangelischen Gemeindehaus überbrachten Repräsentanten aus Kirche und Politik ihre Glück- und Segenswünsche für Frau Pappe-Fischer und Pfarrer Halbleib. Dabei brachte Wald-Michelbachs Bürgermeister Joachim Kunkel seine Freude darüber zum Ausdruck, dass Wald-Michelbach den geographischen Mittelpunkt dieser neuen Arbeitsbereiche darstellt. Wie auch der stellvertretende Präses der Dekanatssynode Hendrik Raekow, bot Kunkel den beiden eine gute und unkomplizierte Zusammenarbeit an. Ein Angebot, für dass sich Anneliese Pappe-Fischer und Pfarrer Ulrich Halbleib herzlich bedankten.

Hintergrund:
Die Begleitung von Menschen, die im Krankenhaus liegen oder im Altenheim wohnen, hat schon immer eine besondere Bedeutung für die kirchliche Seelsorge. Sowohl die Ortspfarrer als auch viele ehrenamtlich Engagierte haben sich in der Vergangenheit – soweit das möglich war - um alte, kranke und sterbende Menschen gekümmert. Um aber den wachsenden Herausforderungen auf diesem Gebiet und der immer wichtiger werdenden Aufgabe der Sterbebegleitung besser gerecht zu werden, hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) so genannte Alten-, Kranken- und Hospizseelsorge-Stellen eingerichtet. So soll es in jedem Kirchenbezirk (Dekanat) Menschen geben, die sich hauptamtlich um die Koordination dieser Arbeit kümmern. Damit soll gewährleistet werden, dass seelsorgerliche Begleitung auch dort stattfindet, wo sie dringend vonnöten ist. Die Koordinatoren sind natürlich auf die Unterstützung anderer haupt- und ehrenamtlich tätiger Menschen angewiesen.

Kontaktpersonen für das Evangelische Dekanat Bergstraße:
Pfrn. Barbara Tarnow (06252 / 6733-54), Anneliese Pappe-Fischer (06207 / 922666) und Pfr. Ulrich Halbleib (06207 / 606727).

Bildunterschrift: Dekanin Ulrike Scherf (mitte) führte die beiden neuen Seelsorger des Evangelischen Dekanates Bergstraße Anneliese Pape-Fischer und Ulrich Halbleib in ihre Ämter ein.