06.11.08 Engel in Heppenheim

Mit Ausstellungen und Vorträgen beteiligen sich das Evangelische Dekanat Bergstraße, die Heilig-Geist-Kirche und die Christus-Kirche an der Veranstaltungsreihe der Stadt Heppenheim zum Thema „Engel – Wesen zwischen Licht und Phantasie“.

In der Bibel wird berichtet, dass Frauen nach dem Tod Jesu dessen Grab besuchen wollten, um ihn zu salben. Den Leichnam fanden sie nicht, satt dessen verkündete ihnen ein Engel die Botschaft von der Auferstehung. Christine Steigler vom Fachbereich Bildung des Ev. Dekanats erinnert daran, dass das Grab von Verstorbenen bis heute mit Engeln geschmückt wird. Welchen „Boten der Auferstehung“ man auf den Friedhöfen begegnen kann, das zeigt die Ausstellung „Wächter am Grab“ im Haus der Kirche, Ludwigstraße 13, Heppenheim. Vom 8. November bis zum 9. Januar sind dort Fotos von Friedhofsengeln und Skulpturen aus der Sammlung von Prof. Hans-Jürgen Rau zu sehen.

„Engel sind spirituelle Wegbegleiter. Sie bringen uns in Berührung mit einer tiefen Sehnsucht, die in jedem von uns steckt“. Diese Überzeugung von Anselm Grün teilt Iris Pohlers aus Gorxheimertal. Nach einer schweren Krebserkrankung hatte die Journalistin Gedichte und Märchen verfasst, in denen sie ihre seelischen Erschütterungen, aber auch ihre Hoffnungen beschreibt. Iris Pohlers wird inmitten der „Engel“ am Freitag, den 14. November im Haus der Kirche aus ihrem Buch ‚“Der Märchenprinz“ lesen.

Die Heilig-Geist-Gemeinde Heppenheim zeigt vom 9. November bis zum 8. Januar eine Auswahl der Engeldarstellungen von Andreas Felger. Er wurde durch seine Farbholzschnitte und Aquarelle bekannt. Neben den Werken von Felger werden Engel aus der Sammlung Rau gezeigt. Die Matinee zur Ausstellung wird von Pfarrer Frank Sticksel moderiert und von Lena Klenk (Querflöte) musikalisch umrahmt. Sie beginnt am Sonntag, den 9. November um 11.00 Uhr im Haus der Begegnung der Heilig-Geist-Gemeinde, Darmstädter Straße.

Die Evangelische Christusgemeinde zeigt eine Engel-Ausstellung mit Radierungen und Lithographien von Marc Chagall, HAP Grieshaber, Lovis Corinth, Andreas Felger und anderen Künstlern. Die Exponate sind von der Galeristin Iris Traudisch zusammengestellt worden. Sie wird am 1. Advent, 30. November, um 18.00 Uhr in die Ausstellung einführen. Die Kunstwerke sind bis zum 6. Januar zu sehen jeweils Freitag bis Sonntag von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr sowie nach Veranstaltungen und Gottesdiensten.

Am 19. November wird die ökumenische Notfallseelsorge mit den Pfarrerinnen Barbara Tarnow und Andrea Fröhlich in der Christuskirche den Gottesdienst zum Buß- und Bettag gestalten. Dabei geht es um die „Engel des Alltags“. Die Polizei warnt bis heute mit dem Hinweis „Fahre nie schneller als dein Schutzengel fliegen kann.“

Um die biblische Seite unserer Engelvorstellungen es bei einem Vortrag von Pfarrer i.R. Dirk Römer am 11. Dezember, 15.00 Uhr, in der Seniorentagesstätte Oberlin-Haus, Bensheimer Weg 25-27. Anhand von 30 Farbdias und ausgewählten Texten zeigt Pfarrer Römer wie unsere Ängste, Hoffnungen und Wünsche in den Kunstwerken vermenschlicht wurden.

Foto: Armin Steigler
Text: bet