AKTUELL: Erster Dekanatskirchenchortag in Birkenau

Es war ein vielstimmiges Treffen.. 280 Sänger und Sängerinnen aus dem Evangelischen Dekanat Bergstraße kamen in Birkenau zusammen, um gemeinsam einen ganzen Tag lang zu proben und zu singen. Der Chortag wurde vom Kantorenteam Bergstraße (Kantorin Marion Huth aus Seeheim, Propsteikantor Konja Voll aus Bensheim, Kantor Martin Stein aus Viernheim, Kantor Wolfgang Kopf aus Wald-Michelbach, Dekanatskantor Klaus Thielitz aus Rimbach und Kantorin Gunhild Streit aus Birkenau) vorbereitet und durchgeführt. Er stand unter dem Motto „Psallite – Psalmen und Anderes“.
Der Tag begann mit einer gemeinsamen Probe aller Sänger in der Kirche. Die Mezzosopranistin Susanne Kraus-Hornung schaffte es, durch kleine Bewegungen ein Bewusstsein für den Stimmsitz im Körper zu wecken und die Stimmen anzuwärmen. M- Stein und K. Voll probten mit dem Gesamtchor, zur Auflockerung stellte Kantor Stein eine Sprechmotette von Bernhard Cronenberg über das Sprichwort „Wer Andern ein Grube gräbt“ aus der Bibel vor. Anschließend hatten die Sänger und Sängerinnen die Möglichkeit, in verschiedenen Workshops unterschiedliche Musikstile und Probenmethoden kennen zu lernen
. M. Huth brachte die Choristen im Feuerwehrhaus mit Gospels in Stimmung. Anspruchvolle Chormusik aus der Romantik probte K. Thielitz im Alten Rathaus mit der Arbeitsgruppe „Kammerchor“. Stimminteressierte bekamen in der Kirche die Möglichkeit, mit S. Kraus-Hornung weiter an „ihrem“ Instrument zu arbeiten und die „Kantorei“ sang unter der Leitung von G. Streit im Gemeind ehaus.
Für leckere Verpflegung sorgten fleißige Helfer der Kirchengemeinde Birkenau unter der Federführung von Sybille Zierold. Bei Kartoffelsuppe mit Würstchen und Brot konnten sich die Chorsänger entspannen und miteinander in Gespräch kommen, bevor die Arbeit in den Gruppen am Nachmittag fortgesetzt wurde. Auch die spätere Kaffeepause wurde von diesem Team organisiert.
Der krönende Abschluss des Tages war die von allen Sängern und Gruppen gemeinsam gestaltete musikalische Vesper in der Ev. Kirche am Abend. Zum Einzug spielte das Bläserensemble „Classic Brass“ unter Leitung von Werner Müller einen Marsch von G. F. Händel. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Dr. Stefan Volkmann stimmten alle Sänger den Choral „Herr Jesu Christ, dich zu uns wend“ im Wechsel mit den Bläsern an. Pfarrer Dieter Wendorff führte durch Verse aus Psalm 98.
Dann präsentierte der erste Workshop die Ergebnisse der Proben am Vor- und Nachmittag. Die „Kantorei“ sang den „schwedischen Sommerpsalm“ von Carl David af Wirsén und eine Vertonung des Psalms 150 von Friedrich Silcher. M. Stein führte anschließend Bläser, Orgel und alle Choristen durch einen Quodlibetkanon über das „Magnificat“ und brachte so die Kirche auf prächtige Weise zum Klingen.
Der stellvertretende Dekan Pfarrer Frank Nocher aus Viernheim stellte in zwei Betrachtungen die Worte der biblischen Psalmen in Bezug zum eigenen Beten. Passend dazu sang der „Kammerchor“ unter Leitung von K. Thielitz die Vertonung des 130. Psalms von Heinrich Kaminsky, dessen Sopran-Solo im zweiten Satz von Gabriele Thielitz aus Rimbach ausgestaltet wurde. Zum Ende der Worte von Pfarrer Nocher brachte M. Huth mit dem „Gospelchor“ die ganze Kirche zum Swingen, bevor dann alle Choristen noch einmal gemeinsam sangen. Im „Paternoster“ von Charles Gounod vereinigten sich alle Stimmen zu einem gewaltigen Klangkörper. Mit einer Gavotte von Ph. H. Erlebach beschloß „Classic Brass“ den Gottesdienst. Erfüllt von vielfältigen musikalischen Eindrücken und der Freude am gemeinsamen Musizieren traten die Chorsänger und –sängerinnen den Heimweg an.

Text und Bild: Gunhild Streit