05.06.2008 Neue MAV im Gottesdienst im Haus der Kirche eingeführt


Mit einem kleinen aber feinen Gottesdienst wurde am Donnerstag die neue Mitarbeitervertretung des Evangelischen Dekanats Bergstraße eingeführt. Gleichzeitig wurden die Mitglieder der beiden ehemaligen Mitarbeitervertretungen verabschiedet. Denn die MAV war noch gespalten und ist erst jetzt mit der Neuwahl im März zu einer gemeinsamen Vertretung der fusionierten Dekanate Süd und Mitte geworden. Dekanin Ulrike Scherf bezeichnete diesen doch außergewöhnlichen Gottesdienst mit offizieller Verabschiedung und Einführung als „Zeichen für die Wertschätzung und Anerkennung“, die der Dekanatssynodalvorstand der Arbeit der Mitarbeitervertretung entgegenbringt.

Das Evangelium zu bezeugen an jedem Arbeitsplatz, das verbinde alle Mitarbeiter der Kirche. Dazu gehört auch die Gestaltung der Arbeitsverhältnisse. Dekanin Scherf nutzte das Bild eines Orchesters. Eine Fülle von Instrumenten und Musikanten spielen dort eine Rolle. Verglichen mit den Mitarbeitern, die die MAV vertritt sind es die Reinigungskraft, die Mitarbeiter der Diakoniestation, im Kindergarten oder im Pfarrbüro ebenso wie die Dekanatsverwaltung, die Kirchenmusiker, Gemeindepädagogen und Fachstelleninhaber und auch die Küster.

Von wenigen Stunden im Monat bis hin zu einer Ganztagsstelle - alle gehören zu dem Orchester und alle brauchen die Musik und den Dirigenten als Bezugspunkt, im übertragenen Sinne: die Regelungen für die Dienstverhältnisse und Menschen, die für die Einhaltung und der Regelungen und Rechtsicherheit eintreten zum Schutz für die Mitarbeitenden. Wie beim Orchester gilt es auch hier aufeinander zu hören.

Scherf verschwieg dabei auch nicht die Dissonanzen, die es auch bei der Musik mal gibt und wies doch darauf hin, dass die MAV dafür gesorgt hat, dass nach den gemeinsamen Noten im gemeinsamen Takt zwischen den Mitarbeitenden und Dienststellenleitungen gespielt wurde. „Sie haben dazu beigetragen, den gemeinsamen Klang zu verbessern“, lobte und würdigte die Dekanin die Arbeit.

Apostel Paulus habe zwar nicht das Bild vom Orchester gewählt, dafür aber das Bild vom Leib und den Gliedern: „Denn wir wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so sind wir viele ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des anderen Glied, und haben verschiedene Gaben nach der Gnade, die uns gegeben.“ Damit schloss sie nicht nur, sondern griff auch die Verse auf, die die Gottesdienstbesucher zuvor gesungen haben. “Glieder sind es viele, doch nur ein Leib“, wie es in der fünften Strophe von „Strahlen brechen viele...“ heißt.

Isolde Rohnstock, die ehemalige Vorsitzende der MAV Bergstraße Süd, gab einen Rückblick auf ihre Arbeit und die ihrer Kollegen. Im März hat sie sich nicht mehr zur Wahl stellen lassen. Dank der kompetenten Kolleginnen und Kollegen, die bereit waren, die Arbeit weiterzuführen, sei es ihr leichter gefallen, sich nach 23 Jahren in der MAV und 15 Jahren als Vorsitzende zu verabschieden.

Für die ehemalige Vorsitzende der MAV Bergstraße Mitte und neue Vorsitzende der vereinten Dekanatsmitarbeitervertretung, Elke Thielmann, war es ebenfalls ein bewegender Tag. Sie hatte sich am Morgen von ihren Kollegen in der Gesamtmitarbeitervertretung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau verabschiedet. Denn beide Aufgaben plus die Leitung der Kindertagesstätte konnte sie nicht länger übernehmen. Deshalb traf sie die Entscheidung nur erneut bei der MAV-Wahl für das Dekanat zu kandidieren. Ihr taten es die neuen und wiedergewählten Mitglieder gleich: Elke Thielmann, Regina Kahl, Bruno Ehret, Maria Fischer, Ewald Gleich, Wolfgang Grün, Regina Richter, Carmen Scheppers und Michael Volkmar heißen die jetzigen Vertreter der Dekanatsmitarbeiter. Und für Michael Volkmar, der ab August an einer Berufsschule arbeiten wird und somit das Evangelische Dekanat Bergstraße verlässt, wird Anita Hassel in die MAV nachrücken.

Text und Bild: Marion Körner