23.02.2008 Heppenheim: Neue Gemeindepädagogin in der Psychiatrieseelsorge

Jutta Gemeinhardt unterstützt Pfarrerin Andrea Fröhlich im Zentrum für soziale Psychiatrie: Jutta Gemeinhardt heißt die neue Gemeindepädagogin am Heppenheimer Zentrum für soziale Psychiatrie (ZSP). Gemeinsam mit Pfarrerin Andrea Fröhlich wird sie die Seelsorge dort übernehmen. Fröhlich wirkte sie am am Freitagnachmittag als sie in einem Gottesdienst im Mehrzweckraum feierlich in ihr Amt eingeführt wurde.

Nachdem Annette Purbst im September verabschiedet wurde, war die Stelle des Gemeindepädagogen vakant. Für den Dekanatssynodalvorstand stand aber außer Frage, die Stelle wieder zu besetzen. Und so freuten sich Pfarrerin Fröhlich, Pfarrerin Ulrike Scherf, die Dekanin, gemeinsam mit Freunden und der Familie von Gemeinhardt. Ebenso zeigten sich die Kollegen aus dem ZSP, wie Matthias Gehrmann, der katholische Gemeindereferent, die Patientenfürsprecherin Brunhilde Regnitz und Gestaltungstherapeut Harald Patzwald glücklich und Mitarbeiter der Kirche, sowie Patienten. „Von unterschiedlichen Orten und aus Lebenszusammenhängen“ kamen die Menschen im Mehrzweckraum zusammen, um Gemeinhardt kennen zu lernen oder sie bei diesem Schritt zu begleiten.

Die Liebe „erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles“, diese Worte gab die Dekanin Gemeinhardt mit auf den Weg, denn in ihrer Arbeit gehe es darum, den Brüchen im Leben Raum zu geben. Sie habe im ZSP die Möglichkeit, der Liebe Gottes auf die vielfältigste Weise Raum zu geben – nicht als Pflegerin, auch wenn das eine der vielen Qualifikationen ist, die die Gemeindepädagogin mitbringt. Die 43-Jährige hat nämlich nach dem Abitur Krankenschwester gelernt. Nach einigen Jahren der Berufstätigkeit studierte sie unter anderem Gemeindepädagogik. Vor sechs Jahren beendete sie eine dritte Ausbildung zur Musiktherapeutin – ein reicher Strauß an Erfahrungen, der ihr dabei helfen wird, die Arbeit zu meistern.

Christel Fuchs vom Dekanatssynodalvorstand zeigte auf, was alles auf die Gemeindepädagogin zukommen wird. Ein ganz wichtiger Punkt ist neben der Zusammenarbeit mit Pfarrerin Fröhlich, dem Team des ZSP, dem Sozialdienst und den Ehrenamtlichen, das Café Freitag und die Dienstagsgruppe in der Christuskirche. Die Planung und Durchführung der Heppenheimer Psychiatrietage wird auch Gemeindhardt mitgestalten. Irmgard Wagner, die ebenfalls dem Dekanatssynodalvorstand angehört, wünschte der neuen Mitarbeiterin „die Geduld einer Sanduhr, die Fähigkeit inne zu halten“ und auch Traurigkeit zu teilen.

Auch vom Zentrum für Seelsorge und Beratung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau war Lutz Krüger angereist. Er betonte, dass der gemeindepädagogische Dienst keine Selbstverständlichkeit mehr sei. Aber gerade in einer Psychiatrie sei er besonders wichtig. Es sei ein schmaler Grad zwischen Gesundheit und Krankheit. In diese Kerbe schlug auch Ingeborg Kunz, die stellvertretende kaufmännische Direktorin des Hauses. Sie freute sich, dass die Gemeindepädagogin auch Musiktherapeutin ist, denn die Musik helfe manchmal mehr als ein medizinisches Gespräch. Musik gab es auch bei der Einführung. „Sei begütet auf deinen Wegen“ wünschte die Gemeinde Gemeinhardt, begleitet von Konja Voll, dem Dekanatskantor am Klavier.

Bild und Text: Marion Körner
Das Bild zeigt von links nach rechts: Dekanin Ulrike Scherf, Gemeindepädagogin Jutta Gemeinhardt und Pfarrerin Andrea Fröhlich bei der Einführung der neuen Gemeindepädagogin für Psychiatrieseelsorge am Freitag im Mehrzweckraum des Zentrums für soziale Psychiatrie.