24.02.2008 Heppenheim: Ökumenische Bibelwoche: Viermal in Heilig-Geist und St. Peter auf Jeremia hören

Wenn Zumutungen Wegweisungen werden

In der ökumenischen Bibelwoche, die in diesem Jahr wieder vom Sonntag, den 24. Februar bis Sonntag, den 2. März 2008 von den Gemeinden Heilig-Geist und St. Peter für alle sechs evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Heppenheims durchgeführt wird, geht es um den Jerusalemer Propheten Jeremia. Die Botschaft des furchtlosen Gottesmannes an das Volk Israel, der von 627 – 587 v. Chr. lebte, wird dargestellt und auf Ihre Bedeutung für die Menschen des 21. Jahrhunderts befragt.

Am kommenden Sonntag 24. Febr. findet um 17.00 Uhr in Heilig-Geist (Darmstädter Straße) der Eröffnungsgottesdienst statt. Diakon Peter Jakob wird über die Textabschnitte Jeremia 1, 1-19 und Jeremia 2, 1-13 predigen, in dem es um die Berufung des Propheten und die Anklage Gottes gegen die Jerusalemer Oberschicht geht.

Pfarrer Dirk Römer erläutert am Dienstag, den 26. Februar um 20.00 Uhr im Marienhaus (Lautenbacher Tor 2) Jeremia 28, 1-17. Dort wird von der Auseinandersetzung zwischen Jeremia und dem Propheten Hananja berichtet. Hananja zerbricht ein Joch auf Jeremias Schultern als Zeichen dafür, dass angeblich die politische Zwangsherrschaft des Königs von Babel ein Ende hat. Die Frage stellt sich auch für die Gegenwart, ob schönreden wahr reden ersetzen kann?

Zwei Abende später am Donnerstag, den 28. Februar um 20.00 Uhr führt Pfarrer Hermann-Josef Herd im „Haus der Begegnung“ (Kirchgarten von Heilig-Geist, Darmstädter Straße) das Gespräch über Jeremia 29, 1 – 14. Der Pfarrer von St. Peter richtet seinen Blick auf das Verhältnis von Fremde und Heimat, in dem er den Brief Jeremias an die Verbannten in Babel aufgreift.

Den Abschluss der vierteiligen Jeremia-Reihe feiern die evangelischen und katholischen Christen am Sonntag, den 2. März um 17.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter. Pfarrer Dirk Römer stellt Jeremia 31, 31 – 34 vor. In diesem Text verheißt Gott einen „neuen Bund“, den er mit dem „Hause Israel“ schließen will. Inwieweit die Verheißung an Israel 2500 Jahre später auf die heutige Christenheit übertragen werden kann, ohne die Juden der Gegenwart zu enterben, ist in der Stadt Martin Bubers eine spannende Frage nicht nur an diesem Abend.

Text: Pfr. Dirk Römer
Bild: Ulla Trampert/pixelio.de