08.12.2007 Licht aus: Fünf dunkle Minuten für das Klima EKHN-Kirchenleitung befürwortet die Aktion

Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) befürwortet die Aktion „Licht aus! Für unser Klima“ die die Klimaschutzkooperation »Rettet unsere Erde« am 8. Dezember ausgerufen hat.

Dabei soll die Beleuchtung in Privathaushalten und öffentlichen Gebäuden für die fünf Minuten zwischen 20.00 und 20.05 Uhr ausgeschaltet werden. Die symbolische Aktion ist als Zeichen an die Teilnehmer des zeitgleich auf Bali stattfindenden Weltklimagipfels gedacht. Die Kirchenleitung regt an, dass sich auch die Gemeinden und Einrichtungen der EKHN daran beteiligen. Insbesondere die Beleuchtung von Kirchenfassaden und die Adventsbeleuchtung könnten abgeschaltet werden.

Steinacker: Energie ist Teil der Schöpfung und darf genutzt werden - nur wie?
Kirchenpräsident Dr. Peter Steinacker wies darauf hin, dass die Aktion nicht nur ein Symbol an die Teilnehmer des Klimagipfel sei, sondern auch an die eigenen Möglichkeiten erinnere, etwas zum Klimaschutz beizutragen. Steinacker verwies auf den biblischen Auftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren. Wörtlich folgerte er daraus: „Problematisch ist nicht, dass wir Energie verbrauchen. Sie ist Teil der Schöpfung und wir dürfen sie nutzen. Problematisch ist nur, wie und wie viel Energie wir verbrauchen.“ Jeder einzelne könne durch sein persönliches Verhalten etwas zum Klimaschutz beitragen, indem er nur so viel Energie wie nötig verbrauche und umweltschonende Technologie fordere und dann auch benutze. Steinacker wies auf die Beratungs- und Hilfsangebote der EKHN für Kirchengemeinden hin. Die EKHN hatte bereits 1972 als erste Landeskirche ein Umweltpfarramt eingerichtet, 1986 einen Ökofonds aufgelegt und 1989 Umweltberater eingestellt, die Gemeinden bei der ökologischen Nutzung der Gebäude unterstützen.

Zur Klima-Kooperation haben sich die Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Greenpeace und der World Wildlife Fund (WWF) sowie die Internetplattform Google, die Bild-Zeitung und der Fernsehsender ProSieben zusammengeschlossen. Nach ihren Angaben werden unter anderem die Alte Oper, die Zeil und der Römer in Frankfurt, das Wiesbadener Kurhaus, das Heidelberger Schloss, das Landgrafenschloss in Marburg, der Kasseler Herkules, das Brandenburger Tor, der Dom in Köln und Schloss Neuschwanstein in Bayern zur Aktion am 8. Dezember für fünf Minuten in Dunkel gehüllt sein.

Weitere Informationen unter www.lichtaus.info

Text: Stephan Krebs