22.06.2009 Kirchenvorstandswahl: Wahlbeteiligung gestiegen!


Bei den Kirchenvorstandswahlen im Evangelischen Dekanat Bergstraße ist die Wahlbeteiligung in den meisten Gemeinden gestiegen. Vereinzelt wurde das Ergebnis von 2003 deutlich übertroffen.

„Der Negativtrend der vergangenen Wahlen ist gestoppt“, kommentierte Dekanin Ulrike Scherf das Wahlergebnis. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es zeigt, dass die Gemeindemitglieder die Arbeit der Kirchenvorstände mittragen. Für die gewählten Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher bedeutet die gute Wahlbeteiligung Rückenwind“, so Dekanin Scherf.

Drei Gemeinden im Dekanat hatten sich dafür entschieden, über die neue Kirchenvorstände ausschließlich per Briefwahl abstimmen zu lassen. Sie schnitten bei der Wahlbeteiligung besonders erfolgreich ab. So stieg die Quote in der Evangelischen Gemeinde Birkenau von 15,3 auf 38,4 Prozent. Seeheim kam auf 32,3 Prozent (2003: 21,0), die Michaelsgemeinde Bensheim auf 16,0 Prozent  (2003: 11,5).

Die höchste Wahlbeteiligung im Dekanat erzielte erneut Beedenkirchen. Dort gingen 54,5 Prozent zur Wahl. Nach Birkenau (38,4) erzielte Zotzenbach mit 37,7 das drittbeste Ergebnis. Die geringste Wahlbeteiligung gab es in den beiden Viernheimer Gemeinden mit 8,2 (Auferstehungsgemeinde) und 7,1 Prozent (Christusgemeinde).

Auch in anderen Gemeinden gab es bemerkenswerte Zuwächse. In der Gemeinde Hammelbach  beteiligten sich 32,0 Prozent der Wahlberechtigten gegenüber 21,5 Prozent bei der vorangegangenen Wahl. Besonders erfolgreich schnitten auch Auerbach ab mit einer Wahlbeteiligung von 28,7 Prozent  (2003: 18,8) und Ober-Beerbach mit 30 Prozent (2003: 22,1) ab. Zu den Spitzenergebnissen zählt auch die Wahlbeteiligung in Affolterbach mit 30,2 Prozent.

Leichte Zuwächse gab es unter anderem in Alsbach (23,2), Heppenheim (Heilig-Geist 10,0), Einhausen (19,6), Lorsch (11,1), Reichenbach (24,0), Rimbach (23,0) und Zwingenberg (17,7). Leichte Verluste verzeichneten  Bickenbach (15,3), Hähnlein (21,5), Jugenheim (16,6) und Gronau-Zell (30,0)

Im Evangelischen Dekanat Bergstraße gibt es 34 Gemeinden mit rund 75.000 Mitgliedern. Die Kirchenvorstände sind das oberste Leitungsgremium der Gemeinde und unter anderem für alle Personal- und Finanzangelegenheiten zuständig. Die neu gewählten Kirchenvorstände werden am 31. Oktober oder am 1. November in ihre Ämter eingeführt. Sie wählen ihrerseits die Dekanatssynoden, aus denen dann durch Wahl die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) als das höchste maßgebende Organ der Kirche hervorgeht. Diese wird sich im Frühjahr 2010 neu konstituieren.

Nach einer repräsentativen Hochrechnung auf Basis von 60 ausgewählten Kirchengemeinden ist die Wahlbeteiligung in den Gemeinden der EKHN insgesamt  von 19,0 Prozent im Jahr 2003 auf jetzt 20,2 Prozent leicht angestiegen.

Übersicht Wahlbeteiligung

Affolterbach  33,0  Prozent
Alsbach  23,2  Prozent  
Bensheim-Auerbach 28,7 Prozent     
Beedenkirchen  54,4 Prozent      
Bensheim, Michael  16,0 Prozent    
Bensheim, Stephanus 11,5 Prozent   
Bickenbach 15,3 Prozent  
Birkenau  38,4 Prozent 
Einhausen 19,6 Prozent  
Fürth 13,0 Prozent
Gorxheimertal   8,9 Prozent 
Gronau-Zell  30,0 Prozent   
Hähnlein  21,5 Prozent  
Hammelbach 32,0 Prozent 
Heppenheim Christus 9,9 Prozent 
Heppenheim Heilig-Geist 10,0 Prozent 
Jugenheim   16, 6 Prozent 
Lindenfels   20,2 Prozent   
Lorsch  11,1 Prozent 
Mörlenbach 12,0 Prozent
Ober-Beerbach  30,0 Prozent
Reichenbach  24,0 Prozent 
Reisen 18,3 Prozent
Rimbach  23,0 Prozent 
Schlierbach 19,6 Prozent 
Schönberg-Wilmshausen  31,8 Prozent 
Schwanheim 21,7 Prozent           
Seeheim 32,3 Prozent 
Viernheim Auferstehung  8,2 Prozent 
Viernheim Christus 7,1 Prozent
Wald-Michelbach 13,0 Prozent
Zotzenbach  37,7 Prozent 
Zwingenberg 17,7 Prozent 

Alle Zahlen sind bis zur amtlichen Bestätigung vorläufig.

Text: bet