19.06.2009 Neues Diakonie-Zentrum in Rimbach eröffnet


Festakt und Schlüsselübergabe bei der Diakonie in Rimbach: Dort ist heute das neue Diakoniezentrum in der Schlossstraße 52a eingeweiht worden, das zum Diakonischen Werk Bergstraße gehört. Das Diakoniezentrum beherbergt unter einem Dach Beratungsstellen für verschiedene Hilfsangebote der Diakonie.

Untergebracht sind dort  die Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle, das Betreute Wohnen für Menschen mit seelischer Behinderung und für Familien, für das Begleitete Wohnen von behinderten Menschen in Familien, eine Beratungsstelle für ältere Menschen und ihre Angehörigen, die Allgemeine Lebensberatung, den Jugendmigrationsdienst, eine neue Anlaufstelle für das Möbelkarussell (ein Qualifizierungs- und Beschäftigungsbetrieb) sowie die Ausgabestelle der Tafel für das Weschnitztal und den Überwald.

Wilfried Knapp, Vorstand im Diakonischen Werk in Hessen und Nassau
(DWHN), das Träger des Diakonischen Werks Bergstraße ist, sagte bei der Einweihung: „Wir müssen davon ausgehen, dass in Zukunft aufgrund der Wirtschaftskrise immer mehr Menschen auf unsere Hilfe angewiesen sind.“Durch den Neubau werde deutlich, dass sich die Diakonie auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht scheue, in Zukunftsprojekte zu investieren. Das Angebot in der Schlossstraße sei zudem auch ein Signal dafür, dass Menschen sich nicht schämen müssten, wenn sie Hilfe benötigten. Es sei wichtig, dass sie aufrechten Ganges  kommen könnten – etwa um sich bei der Tafel mit Lebensmitteln zu versorgen. Wer Probleme habe, brauche sich nicht zu verstecken. Für diese unvoreingenommene Offenheit stehe die neue Adresse der Diakonie in der Schlossstraße.

Dekanin Ulrike Scherf zitierte in ihrer Ansprache den Bibelvers: „Was ihr einem meiner geringsten Geschwister getan habt, das habt ihr mir getan“. Diese Wort Jesu riefen in Erinnerung, dass es unsere Lebenshaltung als Christinnen und Christen sei, Schwachen und Bedürftigen beizustehen, sagte die Dekanin.  Im Diakoniezentrum werde ein Netz der Unterstützung geknüpft, das vielen Menschen Halt und Hoffnung gebe. Zugleich appellierte die Dekanin an die Verantwortlichen in der Gesellschaft, stärker gegen Armut und Ausgrenzung vorzugehen. Wörtlich sagte sie:  „Dass so viele Menschen, besonders Alleinerziehende und ältere Menschen eine Einrichtung wie die Tafel überhaupt benötigen, ist ein Skandal in einem letztlich doch so reichen Land.  Menschen, die täglich um die Versorgung mit dem nötigsten zum Leben kämpfen müssen, können uns nicht egal sein."

Hendrik Raekow, Leiter des Diakonischen Werks Bergstraße, sagte bei der Einweihung: „Ich bin froh, dass wir in unserem neuen Diakoniezentrum ein Dach für vernetztes Arbeiten schaffen konnten. Dieses Haus als neuer Standort stabilisiert die diakonische Arbeit in der Region Odenwald.“ Raekow dankte unter anderem der kommunalen Gemeinde Rimbach, dem evangelischen Dekanat Bergstraße und den Mitarbeitenden der Tafel für ihr Engagement.

 

Text: bet
Foto:DWHN