14.05.2009 Calvin-Ausstellung in Affolterbach


Zum Calvin-Jahr hat die Evangelische Kirche in Deutschland zusammen mit dem Reformierten Bund eine Wanderausstellung konzipiert, die jetzt in neun Exemplaren durch Deutschland, die Schweiz und Österreich reisen wird. Ab kommenden Sonntag (17. Mai) wird die Ausstellung mit dem Titel „Leben und Werk eines europäischen Reformators" im Gemeindehaus in Affolterbach zu sehen sein.

Am 10. Juli 2009 jährt sich der Geburtstag des Genfer Reformators Johannes Calvin zum 500-mal. Kennen viele Deutsche Martin Luther und verbinden ihn sogar mit einem kirchlichen Ereignis, so steht es um die Bekanntheit Calvins recht schlecht. Und wem der Name noch bekannt sein mag, der muss wohl doch zugeben, dass er über das Leben und Werk dieses französischen Reformators, der in Genf wirkte und den konservativen Flügel der Reformation prägte, nur spärlich Auskunft geben kann. Das Calvin-Jahr 2009 soll dazu dienen, Leben und Werk dieses Mannes bekannter zu machen.


Die 14 Ausstellungstafeln behandeln biografische Aspekte und geben einen Ausblick auf die Wirkungsgeschichte. Die einzelnen Tafeln tragen die Überschriften: Kindheit und Studium Calvins; Durchbruch zur Reformation; Anfänge in Genf; Straßburger Lehrjahre; Neuordnung der Genfer Kirche; die „Institutio“ Calvins; Calvin als Briefeschreiber; Abendmahlsstreit; Prädestinationslehre; der Prozess gegen Servet; letzte Jahre und Tod; Widerstand und Demokratie; Wirkungsgeschichte; Calvinismus und Kapitalismus. Die Bilder und Texte der Ausstellung nehmen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf und zeichnen ein Bild des Genfer Reformators, der unter den Bedingungen des Exils für eine konsequente Reformation eintrat und seine Theologie auf die verfolgten und bedrängten Protestanten in Frankreich ausrichtete. Calvin starb nach einem bewegten und turbulenten Leben mit 53 Jahren.

Anlässlich der Ausstellung, die bis zum 1. Juni in Affolterbach zu sehen ist, stand der Gottesdienst der evangelisch-reformierten Gemeinde am Sonntag, 10. Mai in der Gustav-Adolf Kirche Affolterbach im Zeichen des Reformators. Denn mit seiner Lehre der doppelten Prädestination, die mit einer fleißigen,  beinahe asketischen Arbeitsmoral in Verbindung gebracht wurde, hat er Fußspuren vor allem in der Schweiz, aber auch in einigen Teilen Deutschlands sowie in Holland, England und den USA hinterlassen.

Die Ausstellung wird zu den Bürozeiten des Pfarrbüros (Dienstag und Donnerstag 8.30 Uhr bis 11 Uhr), über die Affolterbacher Kerwetage (21. bis 25. Mai), sowie nach Absprache geöffnet sein.

Text: Ev. Gemeinde Affolterbach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 








Bilder oben: Posaunenchor Schlierbach (links); Dekanin Scherf, Präses Rothermel (Bergstr.), Dekan Geil, stellv. Präses Lohmann (Ried)
Bilder Mitte: Evangelische Kantorei Bensheim (links); Erika Ritter, Präses Axel Rothermel, Dekanin Ulrike Scherf (rechts)
Bilder unten: Prof. Dr. Peter Scherle (links): Karin Held, Pröpstin Starkenburg (rechts)

Bilder: bet