16.04.2009 Reisen bildet - Studienfahrt nach Tibet


Tibet, das Land der Schneeberge und der freundlichen Menschen,  zieht immer wieder Menschen in seinen Bann. Helmut Spindler, Pfarrer in Reisen (Odenwald), hat das Land im Himalaya bereits mehrfach besucht. In den hessischen Herbstferien vom 9. bis 25. Oktober 2009 organisiert er erneut eine Studienreise nach Tibet, zu der sich auch Interessierte aus anderen Gemeinden im Evangelischen Dekanat Bergstraße anmelden können.

„Viele Besucher sind angetan von der Religiosität der Menschen, aber auch von den Bauwerken und der Kunst, die diese Religiosität ausdrücken“, erläutert Pfarrer Spindler. Die Reisegruppe wird im Herbst über die nepalesische Hauptstadt Kathmandu nach Tibet aufbrechen. Dort ist unter anderem die Besichtigung des Klosters Tashilungpo geplant.  Es wurde 1447 vom ersten Dalai Lama gegründet und ist heute der Sitz des Panchen Lama, dem ranghöchsten buddhistischen Mönch in Tibet nach dem Dalai Lama. „Zu den Höhepunkten der Reise gehört sicherlich die Besichtigung des Potala-Palastes in Lhasa, der ehemaligen Residenz der tibetanischen Könige und des Dalai Lama, sowie das Umschreiten des Jokhang-Tempel“, meint Pfarrer Spindler. Dieser heiligste Tempel aller Tibeter wurde im 7. Jahrhundert errichtet. Er gilt als der "Petersdom des Lamaismus“. Aber auch die anderen Orte, Tempel und Klosteranlagen werden nach Überzeugen des Pfarrers aus dem Birkenauer Ortsteil Reisen die Besucher in Staunen versetzen.'

Ausführlich wird Helmut Spindler am Donnerstag, 23. April um 20.00 Uhr bei einem Dia-Vortrag im Gemeindehaus von Reisen (Friedhofstr. 33) über Tibet und die geplante Studienreise informieren. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.  Dabei wird auch das schwierige Verhältnis zwischen Tibet und China angesprochen. Pfarrer Spindler will nach eigenen Angaben auf die Schnittstellen hinweisen, wo sich die Geschicke beider Völker immer wieder berührten. In diesem Jahr jährte sich der Volksaufstand der Tibeter am 10. März 1959 zum 50.Mal. Mit der Studienreise in ein Land, das westlichen Besuchern jahrzehntelang verschlossen war, will die evangelische Kirchengemeinde einen realistischen, unverstellten  Blick auf das Leben in Tibet ermöglichen. Damit bestätigt sich die alte Weisheit: Reisen bildet!

Der Dalai Lama, der im Exil lebt und sein eigenes Land nicht besuchen kann, wird übrigens Ende Juli erneut Deutschland bereisen und dabei über „die Kunst zu leben“ referieren.

Tibet-Vortrag am 23. April, 20.00 Uhr  Gemeindehaus Reisen, Friedhofstr.22
Kontakt: Pfarramt Reisen, Tel 06209-8859

Das Foto zeigt eine frühere Reisegruppe aus Reisen vor dem Potala-Palast in Lhasa

Text: bet
Foto: privat