14.04.2009 Evangelische Jugend: Ausbildung im Kloster


Im Kloster Möllenbeck bei Hameln hat die Evangelische Jugend der Dekanate Bergstraße und Ried auf ihrem alljährlichen Vorosterseminar ihre Mitarbeitenden in der Kinder- und Jugendarbeit ausgebildet. Geplant und durchgeführt wurde diese Fahrt vom Team um die Jugendreferenten Bruno Ehret, Ulrike Schwahn, Jörg Lingenberg sowie dem Jugendpfarrer Thomas Hoffmann.

Für ihre JuLeiKa(Jugendleiterkarte)-Ausbildung absolvierten Jugendliche Lehreinheiten zu den Themen „Leitungsprofile“, „Gruppendynamik“, „Entwicklungspsychologie“, „Aufsichtspflicht und Haftung“ sowie „eigene Motivation und Anspruch“. Angeboten wurde zudem eine Arbeitseinheit zu „Gesellschaftlichen Faktoren für Jugendliche“ und die Planung eines „Jugendgottesdienstes“ für die Gemeinde zu Hause. Zu den Ausbildungsangeboten gehörte in diesem Jahr ein von Margarete Hechler (Kirchenvorstandsvorsitzende in Schwanheim) und Thomas Hoffmann geleiteter Workshop zur „gewaltfreien Kommunikation“.

Neben den Schulungsbausteinen für die standen  Exkursionen nach Rinteln, die Rattenfängerstadt Hameln und ein Freizeitangebot mit Filmnacht, Musik, Sport, Spiel und Jugendgottesdienst auf dem Programm. Für das leibliche Wohl sorgte Michael Volkmar, ehemals Jugendreferent im Dekanat und nun Religionslehrer an der Berufsschule Frankfurt-Sachsenhausen.

Deutlich wurde bei der Schulung, dass sich viele Jugendliche mehr  Selbstbestimmung wünschen. Sie fühlen sich nach eigenen Angaben in ihrer Kirche oft nicht ernst genommen und wollen mehr Spielräume haben, um ihr Engagement in der Gemeinde selbst gestalten zu können.  Dabei wollen sie nicht nur an Gottesdienstbesuchen oder der Teilnahme an Gemeindeveranstaltungen gemessen werden. Außerdem gibt es ein großes Bedürfnis nach gemeinschaftlicher Geborgenheit und altersgemäßen geistlichen Erfahrungen. Ein Höhepunkt der Freizeit-Schulung war denn auch ein selbstgestalteter Jugendgottesdienst, den Jörg Lingenberg mit den Jugendlichen am letzten Abend feierte.

Der Gemeindepädagoge der Gemeinden Auerbach und Gronau-Zell, Arik Jansen, erarbeitete zusammen mit der Dekanatsjugendreferentin Ulrike Schwahn für die jungen Teilnehmer die „Perlen des Glaubens“. Dabei gehen die Jugendlichen an einem Band mit verschieden großen Perlen, die jeweils  unterschiedliche Bedeutungen haben, ihrem Lebensweg nach. Sie können sich in die verschiedenen Stationen einfühlen und erfahren so eine tiefere Bedeutung für das Erlebte.

Nach Abschluss der letzten Ausbildungseinheit meldeten sich die „neuen Mitarbeiter“ zur Teilnahme an ersten Praxiserfahrungen zu den diesjährigen Freizeiten im Dekanat. Unter anderem wird eine Dekanatskinderfreizeit in Tschagguns/Österreich (07.-14.08.09) veranstaltet und eine Rad- und Ruderfreizeit für Jugendliche an die mecklenburgische Seenplatte (13.-26.07.09).
Infos dazu unter www.djvb.de oder unter der Telefonnummer 06252/6733-51).

 

Text: Bruno Ehret
Foto: Dekanatsjugend