04.11.2009 Tuchmarionetten für den Kindergottesdienst


Wie stellt man ein Tuchmarionetten her und wie können diese im Kindergottesdienst eingesetzt werden? Das wurde in einem Workshop der Fachstelle für Kindergottesdienst im Heppenheimer Haus der Kirche ganz praktisch erprobt.

Gerharde von Burstin, langjährige Mitarbeiterin im Kindergottesdienst und in ihrer Freizeit passionierte Puppenspielerin, demonstrierte wie aus Tüchern ausdrucksstarke Puppen gemacht werden. Wer dachte, das ist schnell mit ein paar Handgriffen erledigt, der irrt. Es  braucht Geduld und auch Erfahrung. Der Abstand der Kugeln zu den Schnüren muss stimmen, alles muss in einem Holzkreuz verknotet werden und erst dann kommt der Spaß des Puppenspiels.Ob den Kindern  von David und Goliath,  von Miriam oder einer anderen biblischen Figur erzählt wird, stets unterstreicht die Marionette mit ihren Bewegungen die Geschichte.

Am Ende konnten alle Teilnehmenden stolz ein Exemplar mit nach Hause nehmen. Auch eine Luther-Marionette verließ an diesem Abend das Haus der Kirche in Heppenheim. Sie wird spätestens am nächsten Reformationstag im Kindergottesdienst eingesetzt und – wer weiß – vielleicht sorgt sie auch für den Anschlag von 95 Thesen an die Kirchentür.

Text u. Foto: Beate Schuhmacher-Ries