03.11.2009 Navis für die Notfallseelsorge - Förderverein zieht Bilanz


Der vor einem Jahr gegründete Förderverein hat der Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße eine zusätzliche finanzielle Basis verschafft. Der Vereinsvorsitzende Gottlieb Ohl zog eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit.

61 Mitglieder hat der Förderverein bislang. „Damit ist unser Ziel noch nicht erreicht“, erklärte Ohl, der insgesamt 100 Mitglieder für den Fördererverein gewinnen will. Neben Privatpersonen sind auch einige Kirchengemeinden und Kommunen dem Förderverein beigetreten. Im ersten Jahr hat der Förderverein vor allem über die Arbeit der zurzeit 63 Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger informiert. Sie leisten „Erste Hilfe für die Seele“ bei einem schweren Unfall, bei Suizid oder plötzlichem Tod. Der größte Einsatz in diesem Jahr war in Viernheim, als ein Bombenleger die Bewohner der Stadt über 24 Stunden in Atem gehalten hatte. Die Koordinatorin der Notfallseelsorge, Pfarrerin Barbara Tarnow geht davon aus, dass es in diesem Jahr rund 100 Einsätze geben wird. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, als die Notfallseelsorge 78mal alarmiert wurde.

Bei einem neuen Projekt will der Förderverein für bessere Orientierung sorgen. Mit Spendengeldern und Mitgliedsbeiträgen sollen die Privat-Fahrzeuge der ehrenamtlich tätigen Mitarbeitenden der Notfallseelsorge mit Navigationsgeräten ausgestattet werden. „Wenn Sie schon mal nachts  zu einem Einsatz in den Odenwald gerufen wurden, dann wissen Sie auch warum“, meinte Pfarrerin Tarnow.

Kontakt und weitere Informationen:
Notfallseelsorge
Haus der Kirche
Ludwigstraße 13
06252/6733-54
E-Mail: notfallseeslorge@haus-der-kirche.de

Text und Foto: bet