06.10.2009 Dekanatssynode: Kirchenparlament tagt in Wald-Michelbach


Die nach der Fusion der Dekanate Bergstraße-Mitte und Bergstraße-Süd gewählte 1. Dekanatssynode des Evangelische Dekanats Bergstraße tagt am kommenden Freitag (9. Oktober) zum letzten Mal. Für die 117 Synodalen geht damit die erste Wahlperiode zu Ende.

Die Delegierten wollen den Haushaltsplan für das kommende Jahr beraten und beschließen. Daneben gibt es zahlreiche Anträge von Kirchengemeinden. Unter anderem befasst sich die Dekanatssynode mit einem Antrag, der landespolitische   Bedeutung hat. Darin wird gefordert, dass die verkürzte Gymnasialzeit (G8) und der damit verbundene Nachmittagsunterricht nicht zu Lasten des Konfirmandenunterrichts gehen dürften.
Die Dekanatssynode tagt öffentlich ab 17.00 Uhr im Rathaus Wald-Michelbach. Der Vorsitzende der Dekanatssynode,  Präses Axel Rothermel, ist verhindert und kann nicht an der Abschlusssitzung teilnehmen. Geleitet wird die Tagung vom stellvertretenden Präses Hendrik Raekow. Nach den Beratungen gibt es zum Abschied ein hintersinniges Unterhaltungsprogramm mit dem Pfarrer und Kabarettisten Ingmar Neserke.

Die Dekanatssynode ist das regionale Kirchenparlament und tagt in der Regel zweimal im Jahr. Sie setzt sich zusammen aus Delegierten der Kirchengemeinden und weiteren Mitgliedern, die für die Dauer von sechs Jahren gewählt sind.

Die Dekanatssynode entsendet unter anderem Mitglieder in die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN,) benennt Beauftragte und wählt den Dekan/die Dekanin. Ihre Aufgabe besteht auch darin, für die Kirche in der Region Perspektiven zu entwickeln. Zum Evangelischen Dekanat  Bergstraße gehören 34 Kirchengemeinden mit rund 75.000 Gemeindemitgliedern.
Die nächste Synode wird am 6. März nächsten Jahres in Heppenheim zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammenkommen.ben.


Die Dekanatssynode tagt im Rathaus von Wald-Michelbach (Foto: Gemeinde Wald-Michelbach)
Text: bet