03.10.2009 Glücksmomente für Konfis


Für viele war es ein Glücksgefühl, so viele Konfirmandinnen und Konfirmanden auf einmal zu sehen.  Am ersten Konfi-Tag im Evangelischen Dekanat Bergstraße beteiligten sich über 300 Jugendliche. Nach dem Auftaktgottesdienst in der Bensheimer Stephanus-Kirche beschäftigten sich die Konfis in insgesamt 18 Workshops in der benachbarten Geschwister-Scholl-Schule mit verschiedenen Aspekten des Glücks.

„Hab ich ein Glück!?“, lautete das Motto des Konfi-Tages. In den Arbeitsgruppen konnten die Konfis das Glück aus ganz verschiedenen und mitunter ungewöhnlichen Blickwinkeln betrachten. Die Bandbreite reichte von einer Traumreise zum Glück über eine Yoga-Klangschalenmeditation und einen Traumfänger  bis hin zu der Graffiti-AG „Buber meets Streetart“, die in Kooperation mit dem Martin-Buber-Haus in Heppenheim entstanden war. „Gleichaltrige aus anderen Gemeinden treffen, reden und Spaß haben. Das ist das Wichtigste am Konfi-Tag“, sagten stellvertretend für viele  Marc, Tim, Kyril und Max aus Einhausen. Sine aus Zotzenbach fügte hinzu: „Ich bin glücklich, wenn ich mit Bruno singen kann“. Dekanatsjugendreferent Bruno Ehret bot einen Gospelworkshop zum Thema Glück an.

„Dass so viele Konfirmandinnen und Konfirmanden an einem Ort zusammenkommen, das gab es noch nie“, meinte Dekanin Ulrike Scherf. Von den rund 800 Konfis in den 34 Gemeinden des Dekanats hatte sich über ein Drittel nach Bensheim aufgemacht. Einigen Konfirmandengruppen musste abgesagt werden, weil die Kapazitäten erschöpft waren.

Persönliches Glück empfand auch Pfarrer Peter Voß, der mit seiner Konfirmandengruppe aus Gronau-Zell gekommen war. „Ich habe Glück, weil es in diesem Jahr so ein angenehmer Kurs ist“. Glücklich schätzte sich auch Pfarrer Thomas Hoffman. Trotz Kerwe in Einhausen waren seine Konfirmanden bis auf zwei Erkrankte vollständig erschienen. Das wertete der Pfarrer als eindeutigen Vertrauensbeweis für den Dekanatskonfitag.

Die Vorbereitung des ersten zentralen Konfi-Tages hatte anderthalb Jahre gedauert. Dekanatsjugendreferentin Ulrike Schwahn und ihr Team konnten dabei auf viele freiwillige Helfer und ehemalige Konfis bauen, wie Magdalena aus Rimbach. Die 21jährige investierte ihre Freizeit in den Konfi-Tag, weil sie  nach eigenen Angaben gern mit Kindern und Jugendlichen arbeitet.  Die 14jährige Hannah aus Zwingenberg und die 18jährige Ramona aus Auerbach meinten: „Es macht uns Spaß, anderen Spaß zu machen“.

Spaß hatten die 300 Jugendlichen auch noch ganz am Schluss des Konfi-Tages. In der Sporthalle der Geschwister-Scholl-Schule spielte zum Abschluss die Band „Signalis“ aus Gorxheimertal und bot zum Glück beste musikalische Unterhaltung.

Text: bet
Foto: Arik Janssen