14.09.2009 Reisesegen für Tansania-Delegation


Sechs Delegierte aus dem Evangelischen Dekanat Bergstraße starten morgen zu einer Reise nach Tansania Sie besuchen dort die Moravian Church von Süd-Tansania, mit der das Evangelische  Dekanat seit 1990 partnerschaftlich verbunden ist.

Bei einem Gottesdienst in der bis auf den letzten Platz gefüllten Heilig-Geist-Kirche in Heppenheim wurden die sechs Delegierten verabschiedet.  Angelika Fietz (Jugenheim), Henry Spielhoff (Einhausen), Uta Voll (Lorsch) Mareike Sigloch, Christa Voß (beide Bensheim-Gronau) sowie als Leiter der Delegation der Pfarrer für Ökumene und Mission im Evangelischen Dekanat, Renatus Keller, werden sich drei Wochen in Tansania aufhalten. Sie wollen dort alte Kontakte ausbauen und neue knüpfen. Dekanin Ulrike Scherf, die der Gruppe den Reisesegen erteilte, sagte, eine Partnerschaft könne insbesondere durch persönliche Begegnungen mit Leben erfüllt werden. Sie wünschte der Delegation anregende Erfahrungen. Alle zwei Jahre gibt es im Wechsel eine Delegationsreise nach Tansania oder an die Bergstraße.

Im Anschluss an den Gottesdienst informierte die Delegation über ihre Reisepläne. Sie will in Süd-Tansania die Kirchenleitung der Moravian Church in Rungwe und sechs einzelne Gemeinden besuchen, die partnerschaftliche Kontakte zu Gemeinden im Dekanat Bergstraße pflegen.  So ist Kyela mit Gadernheim verbunden, Busale mit Ober-Beerbach  Ushirika mit Lorsch, Isoko mit Jugenheim, Itumba mit Seeheim und die Frauengruppe der Heppenheimer Heilig-Geist-Gemeinde hat eine Partnerschaft mit der Frauengruppe in Uhuru. Die Delegation will sich vor Ort auch über den Stand der Projekte informieren, die von Gemeinden im Dekanat Bergstraße finanziell unterstützt werden. Dazu gehören unter anderem eine Maismühle, Kindergärten und das Aids-Waisen-Projekt. Es leistet Hilfe für rund 1.500 Kinder, deren Eltern an der Immunschwächekrankheit gestorben sind und die jetzt bei Pflegeeltern leben. Durch die Ausbreitung von Aids sind die traditionellen Großfamilien in Tansania teilweise zerstört worden. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt nur 50 Jahre.

Die Moravian Church hat die Pfarrerin und den Pfarrer in der Bergsträßer Delegation, Uta Voll und Renatus Keller, eingeladen, jeweils einen Gottesdienst zu gestalten. Dies betrachten beide als Würdigung und als Chance. Denn in Tansania dauern Gottesdienste deutlich länger als in den deutschen Kirchen. Pfarrer Keller: „Ich habe mir schon immer gewünscht, einmal so lange predigen zu können wie ich will.“

Foto von links n. rechts: Henry Spielhoff, Mareike Sigloch, Angelika Fietz, Christa Voß, Renatus Keller (nicht auf dem Bild: Uta Voll)
Text u. Foto: bet