31.08.2009 Mit Kirchengemeinden auf Kanu-Tour


Wohl denen, die heiße Tage am, auf oder gar im Wasser erleben können. Von daher hatten die mehr als 30 Jugendlichen aus dem Überwald Glück, dass sie an der Ferienabschlussfahrt der evangelisch-reformierten Kirchengemeinden Hammelbach und Wald-Michelbach/Siedelsbrunn teilnehmen konnten. Denn an diesem Tag bot sich der Gruppe im Verlauf ihrer Kanutour auf der Lahn immer wieder die Möglichkeit sich vom sauberen und wohltemperierten Nass des knapp 240 km langen romantischen Fluss erfrischen zu lassen.

 


Begonnen hatte die Ferienabschlussfahrt, die fester Bestandteil im Angebot der beiden Kirchengemeinden ist, in Heppenheim, wo sich die Jugendgruppe mit dem Zug in Richtung Wetzlar aufmachte. Dort übernahm sie in den Mittagsstunden ihre Kanus und nach einer Einführung durch Werner, dem Kanuguide und Koch (Foto unten) , begann die erste Etappe des Kanuabenteuers, die am frühen Abend auf dem Campingplatz in Solms endete. Am nächsten Tag führte die Route vorbei an Selters mit seinem berühmten Mineralwasser nach Weilburg. Dort paddelten die zwölf Boote durch den einzigen Schiffstunnel in Deutschland, der auf knapp 200 Metern Länge die Stadt Weilburg unterquert. Direkt dahinter befand sich der Jugendzeltplatz, auf dem die Jungen und Mädchen aus dem Odenwald, gemeinsam mit ihren Betreuerinnen und Betreuern dir Nacht verbrachten.


Das Teilstück des nächsten Tages bildete mit mehr als 20 Kilometern den größten Abschnitt der Fahrt am bis dahin heißesten Tag des Jahres. Doch neben der Hitze hatte der Tag noch einiges mehr zu bieten. So mussten vier Schleusen, die die Jugendlichen selbst bedienten, passiert werden. Daneben beschleunigten Strömungsabschnitte die Boote ohne zusätzlichen Muskelaufwand. Dazwischen blies kurz vor Villmar ein strammer Gegenwind, der den Kanuten alles abverlangte. Sehr willkommen war da der Rastplatz in Aumenau, den fast alle Teilnehmenden zum Baden im Fluss nutzten, wie überhaupt der Sprung ins Wasser aus dem Kanu heraus an diesem Tag angenehme Erfrischung bot.

Das den Tag abrundende Lagerfeuer am Abend auf dem Zeltplatz in Runkel wurde jäh beendet, da sich ein Gewitter ankündigte und die Zelte wetterfest gemacht werden mussten. Nichtsdestotrotz  lauschte die Gruppe voller Spannung den Abendgeschichten von Werner im Verpflegungszelt und überstand den nächtlichen Regen unbeeinträchtigt. Die letze Etappe schließlich führte am nächsten Morgen in gemütlicher Fahrt nach Dehrn. Dort wurde das Verkehrsmittel getauscht. Statt mit dem Kanu setzte sich die Gruppe nun mit dem Bus in Richtung Limburg in Bewegung, von wo aus die Heimfahrt mit der Bahn nach Heppenheim angetreten wurde. So waren die Jugendlichen am Ende zwar erschöpft, doch hatten sie in der letzten Ferienwoche noch einmal ein Ferienhighlight erlebt, das die Laune vor dem bald wieder beginnenden Schulstress aufhellte.   

Text u. Fotos: Gemeinde Hammelbach