21.08.2009 Dekanat unterstützt Tafel in Rimbach


Das Evangelische Dekanat Bergstraße hat heute dem Diakonischen Werk eine Spende in Höhe von 10.000 Euro überreicht. Damit soll die Arbeit der Tafel in Rimbach unterstützt werden.

Die Tafel gibt zum symbolistischen Preis von einem Euro Lebensmittel an Bedürftige ab. „Es ist unser Selbstverständnis als Kirche, uns für die Schwachen in der Gesellschaft einzusetzen“, sagte der Präses des Dekanats, Axel Rothermel. Kirche sei Anwalt der Armen. Er wies darauf hin, dass die Anzahl der Menschen, die für ihren Lebensunterhalt auf eine Tafel angewiesen ist, in den vergangenen Jahren stetig zugenommen habe. 
Dekanin Ulrike Scherf betonte, Kirche könne nicht gleichgültig bleiben, wenn immer mehr Menschen von Armut bedroht seien. Sie bezeichnete den Tafelboom in Deutschland als Armutszeugnis einer reichen Gesellschaft.  „Der Ansturm auf die Tafeln zeigt, dass die staatlichen Sozialleistungen offenbar so knapp bemessen sind, dass sich die Betroffenen nicht ausreichend mit gesunden Lebensmitteln versorgen können.“

Die Rimbacher Tafel ist für die gesamte Region von Bedeutung. Das machten die bei der Spendenübergabe anwesenden Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Kirchenvorstände aus den Gemeinden des Weschnitztals und des Überwalds deutlich.

Das Evangelische Dekanat beschäftigt sich seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Armut, das auch das Schwerpunktthema der Frühjahrssynode am 27. März dieses Jahres in Gadernheim war. Dabei geht es auch um konkrete Hilfe. In diesem Sommer hatte das Dekanat z.B. Kindern und Jugendliche aus Familien, die mit sehr wenig Geld auskommen müssen,  die kostenlose Teilnahme an Freizeiten in Mecklenburg-Vorpommern und Tschagguns (Österreich) ermöglicht.


Foto von links nach rechts: Dekanin Ulrike Scherf, Präses Axel Rothermel, Hendrik Raekow (Diakonisches Werk), Heide Haneke (ehrenamtliche Tafel-Mitarbeiterin)

Text und Foto: bet