04.12.13 Krippenfiguren erzählen die Weihnachtsgeschichte - Kreative Kinder und Jugendliche


Es war – je nach Sichtweise – Zufall oder eine glückliche Fügung. Ausgerechnet in den Sommerferien hatten Kinder und Jugendliche bei den „Kreativtagen“ der evangelischen Gemeinde Reichenbach einen Hirten und einen König aus Pappmaché hergestellt. Die ganze Gruppe war begeistert. Ihr Entschluss: so etwas machen wir für die Adventszeit – nur viel, viel größer.

15 Kinder und Jugendliche gingen entschlossen zur Sache. Selbst in den Herbstferien werkelten sie unter Anleitung der Gemeindepädagogin Heide Dahl an großen Krippenfiguren. Sämtliche an der Weihnachtsgeschichte beteiligten Personen sind in der Kollektion vertreten. Die Figuren werden bei verschiedenen Weihnachtsfeiern im evangelischen Gemeindehaus von Reichenbach aufgestellt. Sie stehen aber auch den drei evangelischen Kindertagesstätten zur Verfügung.

Umfragen ergeben seit vielen Jahren, dass ein großer Teil der Bevölkerung den eigentlichen Inhalt der Advents- und Weihnachtszeit kaum mehr kennt. Diese Erfahrung hat auch Gemeindepädagogin Heide Dahl gemacht: „Für Kinder ist es längst nicht mehr klar, auf welche Geschichte das Weihnachtsfest zurück zu führen ist. Es gibt so viele Erzählungen vom Weihnachtsmann, Nikolaus, Christkindlein und Santa Claus, dass manche sich ernsthaft fragen, ob damals nicht der Nikolaus im Stall geboren wurde.“ Mit Hilfe der großen Krippenfiguren können Wissensdefizite auch in spielerischer Form behoben werden.

 

An Weihnachten feiern Christen in der ganzen Welt die Geburt von Jesus Christus. Eine Geburt, die alles radikal verändert hat. Denn mit ihm ist nach dem christlichen Glauben Gott selbst in die Welt gekommen. Zwei der vier Evangelien berichten etwas über die Geburt Jesu: Matthäus und Lukas. Ein genaues Datum für die Geburt Jesu lässt sich aus den Evangelien allerdings nicht ermitteln. Und deshalb hatte die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau bei der letztjährigen Aktion „Weihnachten ist Geburtstag“ augenzwinkernd formuliert:  „Eigentlich hätten wir auch zu einem anderen Termin feiern können. Aber der 24. Dezember hat sich halt schon herumgesprochen.“

 

Fotos: Heide Dahl
text: bet