12.11.13 Russland: Evangelische in der Minderheit - Pfarrer aus Königsberg zu Gast an der Bergstraße


Auf dem Weg zum 500jährigen Reformationsjubiläum 2017 will das Evangelische Dekanat Bergstraße gemeinsam mit dem Gustav-Adolf-Werk auch protestantisches Leben in anderen Ländern in den Blick nehmen. Denn die Reformation war ein internationales Ereignis. Am kommenden Mittwoch (13. November) wird Pfarrer Thomas Vieweg von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland zu Gast im Heppenheimer Haus der Kirche sein.

Bei der Veranstaltung wird er über seine Arbeit in der Propstei Kaliningrad, dem früheren Königsberg, berichten. Evangelische Christen sind dort in der Minderheit.  Es gibt insgesamt 36 Kirchengemeinden mit nur etwa eintausend Mitgliedern. Die größten Gemeinden sind Kaliningrad (Königsberg), Tschernjachowsk (Insterburg), Gussev (Gumbinnen) und Slawsk (Heinrichswalde).

Die evangelisch-lutherische Propstei erstreckt sich über ein Gebiet, das in etwa so groß wie Schleswig-Holstein ist. Die Gemeinden sind zahlenmäßig zumeist klein und arm. Gottesdienste finden oft in den Wohnzimmern der Gemeindeglieder statt.
Pfarrer Vieweg, der Stellvertreter des Propstes ist, wird auch über das extreme Gefälle zwischen Stadt und Land berichten. Während sich nach seinen Angaben der Reichtum in Kaliningrad konzentriert, herrscht in den Dörfern oft bittere Armut und Perspektivlosigkeit.

Das Gustav-Adolf-Werk ist das so genannte Diasporawerk der evangelischen Kirche in Deutschland, das partnerschaftliche Hilfe organisiert und protestantische Minderheiten in aller Welt unterstützt.

Der Vortrag von Pfarrer Vieweg am Mittwoch, den 13. November, im Haus der Kirche, Ludwigstraße 13, Heppenheim beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Propstei Kaliningrad/Königsberg wird gebeten.

 

Foto: Pfarrer Thomas Vieweg mit seiner Frau
Text: bet