29.10.13  Anerkennung für ehrenamtliches Engagement - Ein Tag für den Besuchsdienst


Es war kein Besuchsdienstag, also kein Besuchsdienst am Dienstag, sondern ein Besuchsdiensttag, ein Tag für die Ehrenamtlichen des Besuchsdienstes. Als Anerkennung für ihr Engagement organisierte Pfarrer Ulrich Halbleib einen ganztägigen Ausflug nach Mannheim. Hier sein Bericht:

"Das war ein wirklich schöner Tag, die Mischung hat gestimmt, erst die geistliche Einstimmung, dann viel Informationen und dann freies Herumbummeln, und für das Wetter haben Sie auch gut gesorgt, Herr Pfarrer" sagte die Mitarbeiterin Ursel Jöst-Heß. Sie besucht jeden Freitag im Auftrag der evangelischen Kirchengemeinde Mörlenbach etwa 12 Bewohner im einem Altenheim in Bonsweiher und sie macht gerade eine Ausbildung zur Hospiz-Helferin beim Hospizdienst Odenwald.

Sie ist eine von 17 ehrenamtlichen Besuchsdienst-Mitarbeiterinnen, die zusammen mit Pfarrer Halbleib einen Ausflug nach Mannheim machten. In vielen Kirchengemeinden gibt es ehrenamtliche Besuchsdienste. Manche besuchen alte Menschen regelmäßig an ihren Geburtstagen, andere kümmern sich um die vereinsamten Bewohner der vielen Altenheime.

Das Evangelische Dekanat Bergstraße hatte die Mitarbeiterinnen der Odenwald-Gemeinden zwischen Lindenfels und Gorxheimertal zu einem "Belohnungstag" eingeladen. Nicht, weil die ehrenamtlich engagierten Damen eine Belohnung verlangten, sondern weil die Kirche diesen Dienst an alten, behinderten und sterbenden Menschen zu schätzen weiß. Wer sich so für seine Mitmenschen einsetzt, der hat eine Anerkennung verdient. Dabei kamen die Mitarbeiterinnen aus den verschiedenen Dörfern miteinander ins Gespräch und konnten sich über ihren Dienst auch einmal über die Gemeindegrenzen hinweg austauschen.

Die Reisegruppe sollte einige der schönsten Seiten dieser Großstadt Mannheim kennenlernen. Mit der OEG fuhr die Gruppe von Weinheim ab. Erstes Ziel war die spätbarocke Jesuitenkirche Foto). In diesem sehenswerten Kirchenraum eine Andacht zu halten, und dabei das Lied "Großer Gott, wir loben dich" anzustimmen, war schon ein beeindruckendes Erlebnis. Pfarrer Halbleib erinnerte an die Berufung des Propheten Jesaja im Tempel und setzte sie in Beziehung zur Berufung vieler Mitarbeiterinnen in den Besuchsdienst an alten Menschen. Anschließend erklärte uns Pfarrer Gut von der City-Kirchengemeinde die vom Wittelsbacher Kurfürsten Karl Theodor erbaute Jesuitenkirche.

Das nächste Ziel der Gruppe war die Ausstellung "Die Wittelsbacher" im Schloss Mannheim. In sehr lebendiger Weise mit vielen Anekdoten wurde hier die Geschichte des alten Herrschergeschlechts den Besuchern nahegebracht. Danach spazierte die Gruppe durch die Parklandschaft am Rhein. Die Gespräche zwischen den Mitarbeiterinnen wurden nun beim gemütlichen Kaffeetrinken fortgesetzt. Danach bummelten die Reiseteilnehmerinnen bei strahlendem Sonnenschein und geschätzter Außentemperatur von 20 Grad frei durch die Stadt oder am Rhein entlang, je nach Interesse.

Am Abend traf man sich wieder in der Weinstube Hemmlein. Wegen der logischen Struktur der Quadratestadt, war das Restaurant, eines der ältesten von Mannheim leicht zu finden.