15.08.13 Großer Applaus für Kleinkunst - Abschlussveranstaltung der Sommerbegegnungen im Haus der Kirche


Es war ein klangvoller und, nimmt man den lautstarken Beifall zum Maßstab, ein begeisternder Abschluss der Sommerbegegnungen im Haus der Kirche. Das Evangelische Dekanat Bergstraße hatte zum Kleinkunstabend eingeladen.

Auf dem Platz hinter dem Haus der Kirche wurde eine provisorische Bühne errichtet, die zu Beginn mit „Samt und Seide“ belegt war (2.Foto von oben). So heißt eine dreiköpfige Formation bestehend aus Patrick Smith (Gesang), Daniel Baginski  (Klavier) und Sandra Matz (Gesang). „Wir machen Musik fürs Herz und für die Seele - also Schnulzen“, kündigte Sängerin Sandra Matz an, die im Hauptberuf Pfarrerin in der Kirchengemeinde Alsbach ist. 

Schnulzig klangen aber weder die selbst geschriebenen Lieder „open doors“ und „I’ve waited a lifetime“ noch der Song  „testify to love“, der ein Lobpreis auf die Schöpfung ist und zum diesjährigen Motto der Sommerbegegnung passte: „Die Schöpfung bewahren“. Auf den Namen ihrer Musikgruppe kamen die Drei übrigens, als nach einem Konzert ein älterer Herr bemerkte: „Ach wissen se – des klingt wie Samt und Seide, wenn se zusamme singe“.

Ganz allein sang Clara Ries (drittes Foto) aus Zwingenberg. Sie  begleitete sich selbst am E-Piano und steuerte für den Kleinkunstabend mit „Just sing“ und „When in Love“ zwei Eigenkompositionen bei. Mit "Eine Hand voll Erde“ sang die 18jährige ebenfalls ein Loblied auf die Schöpfung.  Das Publikum spendete lautstark Beifall. Auch als Clara Ries aus dem Terzett „Samt und Seide“ ein Quartett machte. Die vier sangen und spielten „Oh happy day“ und das Publikum sang nach Kräften mit.

Für die spontane Erweiterung des Programms war Tilman Pape dankbar. Er führte durch den Kleinkunstabend und musste gleich zu Beginn mitteilen, dass es kurzfristig Absagen gegeben hatte. Auf die Schnelle sei kein Ersatz zu besorgen gewesen. „Wir kamen uns schon vor wie im Stellwerk am Mainzer Hauptbahnhof“, sagte der Moderator, der im Evangelischen Dekanat als Pfarrer für Ökumene und Mission tätig ist. Mit dem Unterschied, dass auf dem Platz hinter dem Haus der Kirche viel mehr los war als auf den verwaisten Gleisen.

 


Dafür sorgte die Tanzgruppe „Queens of Confusion“ (Foto links) vom Tanzstudio Phantasie in Mörlenbach. Die Bühne war für die zwölf jungen Frauen viel zu klein. Sie nahmen sich den benötigen Raum auf dem Platz und legten mit „Jar of Hearts“ und „Queens Party“ schwungvolle und rasante Tänze hin, für die sie ebenfalls lang anhaltenden Applaus bekamen. Als die Gruppe etwa vor einem Jahr mit dem Tanzen anfing, ging es dabei nach eigenen Angaben noch recht chaotisch zu. Später, so formulierte es Moderator Pape, entdeckten sie, dass Königinnen in ihnen stecken. Daher der Name „Queens of Confusion“. Ob Tanzköniginnen, Terzett aus „Samt und Seide“ oder Solosängerin – alle traten unentgeltlich auf und bekamen zum Abschluss als Dankeschön Blumen mit Schokolade (Foto unten).

Der eigentliche Star des Kleinkunstabends war aber das Publikum selbst. Mitarbeitende des Hauses der Kirche verteilten Liedblätter, Tilman Pape intonierte auf dem E-Piano „What a wonderful world“ und über 40 Kehlen sangen mit (Foto oben). Ein kollektives musikalisches Statement zum Motto der Sommerbegegnungen 2013.


 

 

 

 

 

Text u. Fotos: bet