01.08.13 "What a wonderful world" - Malerische Sommerbegegnung mit Schöpfungsbildern


Bei einer malerischen Sommerbegegnung im Heppenheimer Haus der Kirche ist die Ausstellung mit den Schöpfungsbildern der diesjährigen Sommermalwerkstatt eröffnet worden. 22 Exponate sind zu sehen. Das vorgegebene Thema lautete: „Himmel und Erde – dem Schöpfungspsalm 104 auf der Spur“.

18 Malerinnen und Maler aus Alsbach, Birkenau, Darmstadt, Fürth, Heppenheim, Lampertheim, Lorsch und Zwingenberg hatten sich an dem Projekt beteiligt. Sie ließen sich von dem Schöpfungspsalm inspirieren und integrierten zum Teil einzelne Verse in die Bilder. „Im Licht gehüllt wie in einen Mantel“ heißt es gleich auf zwei Bildern, auf einem anderen: „Du lässt Quellen entspringen und zu Bächen werden, zwischen den Bergen suchen sie ihren Weg.“ Dieser Vers ist möglicherweise eine Anspielung auf den Spaziergang durch die freie Natur, bei dem sich die Teilnehmer unmittelbar vor Beginn der Sommermalwerkstatt Anregungen holen wollten. Er fand bei strömenden Regen statt.

Irmgard Wagner von der Projektgruppe offene Kirche der evangelischen Kirchengemeinde Zwingenberg, die die Sommermalwerkstatt mittlerweile zum siebten Mal veranstaltete, betonte bei der Ausstellungseröffnung, dass das Malen stets in einer besonderen Atmosphäre stattfinde. Der Platz vor der Zwingenberger Bergkirche oder der Garten des Gemeindehauses seien ideale Orte für kreatives Schaffen. Zugleich erinnerte sie daran, dass die Idee für die Sommermalwerkstatt im Heppenheimer Haus der Kirche geboren wurde. Wie bereits im Vorjahr passe diesmal das Thema der Werkstatt zum Motto der Sommerbegegnungen im Haus der Kirche: „Die Schöpfung bewahren“.

Die Bildungsreferentin des Evangelischen Dekanats Bergstraße, Birgit Geimer, die die Sommermalwerkstatt künstlerisch leitete, erläuterte, dass die Schöpfungsmythen in den verschiedenen Religionen viele Gemeinsamkeiten hätten. So wurde bei der Ausstellungseröffnung aus einem Schöpfungsmythos der Pygmäen in Afrika zitiert, in dem erzählt wird, wie Gott Menschen mit unterschiedlicher Hautfarbe schuf. Ein Schöpfungsmythos der Haida-Indianer in Kanada  erklärt, wie das Licht in die Welt kam und ein Schöpfungsmythos aus der West-Ukraine, wie Berge und Felsen erschaffen wurden.

Musikalisch gestaltet wurde die Ausstellungseröffnung von dem Pfarrer für Ökumene, Tilman Pape. Er sang mit den Ausstellungsgästen den Lobpreis der Schöpfung von Paul Gerhardt „Geh aus mein Herz und suche Freud“ und zum Abschluss das Lied, das einst Louis Armstrong bekannt machte: „What a wonderful world“.

Die Bilder sind den Sommer über im Haus der Kirche zu sehen. Öffnungszeiten sind werktäglich (außer Montag) von 9.00 bis 12.00 Uhr sowie von 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr oder nach Vereinbarung.

 




Die Sommerbegegnungen werden am kommenden Mittwoch (7. August) mit einer naturkundlichen Radtour durch die Bergsträßer Gemarkung fortgesetzt. Sie startet um 15.00 Uhr vom Haus der Kirche, Ludwigstraße 13, Heppenheim. Dafür konnte das Evangelische Dekanat den Landesvorsitzenden des Naturschutzbundes Gerhard Eppler als Tourleiter gewinnen.

 

Das vollständige Programm der Sommerbegegnungen finden Sie hier

 

 

Text u. Fotos: bet