18.06.13 Neuer Pfarrer in Schlierbach - Einführung von Martin Polivka am kommenden Sonntag


Im Pfarrhaus der evangelisch-reformierten Gemeinde Schlierbach brennt wieder Licht. Der neue Pfarrer Martin Polivka hat mit seinem Dienst bereits begonnen. Am kommenden Sonntag (23. Juni) wird er in sein Amt eingeführt.

„Ich kann wirklich nicht meckern. Die Schlierbacher haben in der Vakanz die Sache gut gemacht. Ich bin warmherzig und freundlich aufgenommen worden“, fasst Pfarrer Polivka seine erste Eindrücke in seiner neuen Gemeinden zusammen. Die besteht aus rund 2.400 Mitgliedern, die sich auf 18 Dörfer verteilen. Breitenweisen, Ellenbach, Erlenbach, Eulsbach, Glattbach, Igelsbach, Knoden, Kolmbach, Lauten-Weschnitz, Linnenbach, Mittershausen, Schannenbach, Scheuerberg, Schlierbach, Seidenbach, Seidenbuch, Wald-Erlenbach und Winkel – alle Ortschaften seiner Gemeinde will der neue Pfarrer zunächst einmal per Fahrrad ansteuern. „Ich möchte ein Jahr testen, ob das praktikabel ist, wenn nicht, steige ich wieder aufs Auto um“, sagt der 51jährige, der auch eine handwerkliche Ader hat. Den Umzug von seiner vorherigen Gemeinde Frei-Laubersheim bei Bad Kreuznach, wo er fast zehn Jahre tätig war, nach Schlierbach bewerkstellige er selbst, ohne die Hilfe eines Umzugsunternehmens in Anspruch zu nehmen.

Martin Polivka gehörte der Herrnhuter Brüdergemeinde an. Er studierte Theologie in Heidelberg, Jerusalem und Basel. Sein Vikariat machte er in Bad Boll und Berlin. Er sei jetzt schon so lange als Pfarrer tätig, dass sich bei ihm eine gewisse Altersgelassenheit eingestellt habe. Seine Tätigkeit in seiner neuen Gemeinde vergleicht  mit einer Langlaufloipe: „Sie ist gespurt und ich laufe in dieser Spur. Dann werden wir sehen, ob irgendwann anders gespurt zu werden hat“. Seine Arbeit wolle er bewusst nicht mit großen Zielen befrachten.

Martin Polivka versteht sich als reformierter Protestant – allerdings ein Reformierter, der – wie er sagt – „die Lutheraner gut kennt“. Das Schlichte und Einfache in der Schlierbacher Kirche komme ihm entgegen. Reformierte wüssten, dass sie selbst das Licht seien und nicht die Kerzen in der Kirche. „Kerzen allein nützen nichts - auch wenn man tausend anzündet“, sagt der Vater von drei inzwischen volljährigen Kindern, die sich in der Ausbildung befinden und eigene Wege beschreiten.

Der kommissarische Dekan Hermann Birschel wird Pfarrer Polivka am Sonntag, den 23. Juni, in sein Amt einführen. Der Gottesdienst in der evangelisch-reformierten Kirche Schlierbach beginnt um 9.30 Uhr.

 

Text: bet
Foto: priv.