05.06.13 "Wasser zu Wein" - Festgottesdienst zum 75jährigen Jubiläum des Kreises Bergstraße


Angeregt durch den Landrat bereiten die evangelischen und katholischen Dekanate zum 75-jährigen Jubiläum des Kreises Bergstraße einen Festgottesdienst vor. Er wird am 30. Juni um 18.00 Uhr auf der Freilichtbühne in Heppenheim beginnen. Zum Vorbereitungsteam gehört der Pfarrer für Ökumene und Mission im Evangelischen Dekanat Bergstraße, Tilman Pape. Mit ihm sprachen wir über die Vorbereitungen zu einem besonderen Gottesdienst, zu dem mehrere tausend Menschen erwartet werden.

 „Wasser zu Wein“ lautet das Motto des Festgottesdienstes – wie ist es dazu  gekommen? Die Bergstraße ist eine Weinregion. Zeitgleich mit dem Festgottesdienst findet in Heppenheim der traditionelle Weinmarkt statt. Und dazu wollten wir nicht in Konkurrenz treten. Mir was es wichtig, den Gottesdienst in das Weinmarktprogramm aufzunehmen. Und da bot sich das  Thema „Wasser zu Wein“ an. Dazu werde ich mit Renate Flath, der Referentin des katholischen Dekanats Bergstraße-Mitte,  eine Dialogpredigt über das Weinwunder bei der Hochzeit zu Kana halten. Im Gottesdienst werden wir zudem die Weinkönigin Franziska Mohr interviewen.

Wer wird noch im Gottesdienst mitwirken?
Mit dabei sind die Dekane der beteiligten Dekanate, Landrat Wilkes und sein Amtskollege aus dem polnischen Partnerkreis sowie Ewa Redemann. Sie ist für die Partnerschaften des Landkreises zuständig und wird am Beispiel von Pater Alfred Delp zeigen, wie Menschen im Kreis Bergstraße für die Freiheit gekämpft haben, in der wir heute leben können. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von Clemens Bittlinger und Adax Dörsam sowie dem Heppenheimer Chor „New Voices“ und diversen Posaunenchören der Region. Übrigens wird es am 30. Juni schon ab 17.15 Uhr, also eine Dreiviertelstunde, zu einer musikalischen Einstimmung in den Gottesdienst mit den „New Voices“ kommen.  Wer früh kommt, bekommt nicht nur die besten Plätze, sondern wird auch noch mit Musik belohnt.

Es ist ein ökumenischer Gottesdienst. Sie haben ihn gemeinsam mit Vertretern der katholischen Kirche vorbereitet. Eine fruchtbare Kooperation?
Ganz sicher. Eine prima Zusammenarbeit – nicht nur mit der katholischen Seite, sondern auch mit dem Landkreis. Wir spüren alle, dass dies ein besonderer Gottesdienst mit besonders vielen Gottesdienstbesuchern wird. Landrat Wilkes erwartet  3.000 Menschen. Ich selbst habe einmal mit einem Gospelchor vor 5.000 Menschen gesungen, aber noch nie vor einer solch großen Menge gepredigt. Schön finde ich auch, dass die Kommunen im Landkreis einbezogen werden. Zu Beginn des Gottesdienstes werden Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen Städte und Gemeinden ihr jeweiliges Wappen an einer überdimensionalen Landkreiskarte anbringen.


Was ist nun mit dem Weinwunder? Wird Wasser tatsächlich zu Wein?

Ich bin sicher: am Ende des Gottesdienstes wird es das „Weinwunder 2.0“ geben. Angeführt von der Weinkönigin werden wir in das Weindorf ziehen und dort wird das Wunder geschehen.  Mehr kann und will ich noch nicht verraten.

Können Sie uns verraten, was passiert, wenn der Dauerregen wieder Einzug halten sollte? In diesem Jahr müssen wir uns offenbar auf Wetterkapriolen gefasst machen.
Der Gottesdienst wird auf keinen Fall ins Wasser fallen. Wenn es tatsächlich schütten sollte, dann feiern wir in der Pfarrkirche St. Peter. Aber ich bin optimistisch, dass wir die Freilichtbühne mit Blick auf die Starkenburg nutzen können.


Foto oben: das Plakat zum Festgottesdienst
Foto unten: Pfarrer Tilman Pape erwartet das Weinwunder 2.0