25.04.13 Was wird aus dem Dekanat Bergstraße? - Die Kirchensynode berät über grundlegende Gebietsreform


In Frankfurt am Main ist heute die Elfte Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zu ihrer Frühjahrstagung zusammen gekommen. Sie dauert bis einschließlich Samstag. Bereits heute wird ein Tagesordnungspunkt behandelt, der auch für das Dekanat Bergstraße weitreichende Folgen haben könnte: die Neuordnung der Dekanatsgebiete.

Mit Aufruf des Tagesordnungspunktes 3 heute Nachmittag wird die Debatte über eine grundlegende Gebietsreform in der EKHN eröffnet. Aus den bisher 47 Dekanaten sollen in den kommenden sechs Jahren 25 werden. Wie berichtet soll nach den Plänen der Kirchenleitung  das Dekanat Ried aufgelöst werden. Sein südlicher Teil mit den Kirchengemeinden in Groß Rohrheim, Biblis, Bürstadt und Lampertheim soll ab 2016 an das Dekanat Bergstraße angegliedert werden. Es würde damit nach Frankfurt zum zweitgrößten Dekanat in der Landeskirche. Eine endgültige Entscheidung über die Dekanatsneuordnung wird auf der Herbstsynode fallen. Zu den Gründen und Folgen einer möglichen Erweiterung des Bergsträßer Dekanats werden wir morgen auf dieser Homepage ein Interview mit einer ausgewiesenen Kennerin der Kirche in der Region Bergstraße veröffentlichen: der Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten und früheren Bergsträßer Dekanin, Ulrike Scherf.

Traditionell steht in der Frühjahrssynode der Bericht des Kirchenpräsidenten zur Lage in Kirche und Gesellschaft auf der Tagesordnung. Er wird sich in diesem Jahr mit dem Thema „Toleranz“ befassen. Als Personalentscheidung steht die Wiederwahl des Propstes für Süd-Nassau, Dr. Sigurd Rink, an. Die Einführung von Jugenddelegierten in Kirchengemeinden steht ebenfalls auf der Agenda. Möglicherweise werden auch das hessische Kinderförderungsgesetz sowie der Fluglärm am Rhein-Main-Airport als aktuelle Themen aufgerufen werden.

Neu aufgenommen wurde ein Bericht über das aktuelle Medien- und Kommunikationskonzept der EKHN. Passend dazu wird erstmals von der Synode gezwitschert,  neudeutsch: getwittert. Aktuelle Entscheidungen können Interessierte per twitter verfolgen unter: www.twitter.com/ekhn_de.

Die Beratungen finden im Konferenzsaal des Evangelischen Regionalverbands (Kurt-Schuhmacher Straße 23) statt und sind öffentlich. Nachdem bei der letzten Synodentagung Kritik an den Arbeitsbedingungen für Journalisten laut geworden ist,  hat die Synode Presseplätze im hinteren Teil des Plenarsaals eingerichtet.

Die Synodenunterlagen mit Tagesordnung und Zeitplan finden Sie unter:
http://www.ekhn.de/ueber-uns/aufbau-der-landeskirche/synode/termine-und-plaene.html

Text u. Foto: bet