15.03.13 "Das bringt uns auf die Palme" - Protest gegen Sonntagskommerz am Palmsonntag in Darmstadt


Die Allianz für den freien Sonntag ruft zu einer Protestveranstaltung gegen den verkaufsoffenen Sonntag am Palmsonntag (24. März) in Darmstadt auf. Dafür wollen sich die Sonntagsschützer von 13.00 bis 15.00 Uhr auf dem Luisenplatz breit machen – mit Liegestühlen, die vom Evangelischen Dekanat Bergstraße zur Verfügung gestellt werden.

In der Ankündigung zu der Protestveranstaltung heißt es: „In Darmstadt sollen am diesjährigen Palmsonntag keine Palmzweige, sondern Einkaufstüten geschwenkt werden. Denn die Stadt hat zum verkaufsoffenen Sonntag eingeladen.“ Das will sich die Allianz für den freien Sonntag nicht bieten lassen. Sie bittet deshalb zum Entspannen in die Stadt und in die Liegestühle. Sie haben die Aufschrift „Sonntag – ein Geschenk des Himmels“. Auch eigene Liegestühel dürfen mitgebracht werden - "je mehr, desto besser", schreibt die Allianz.

Neben der Protestaktion auf dem Luisenplatz wehren sich die Evangelischen Dekanate Darmstadt-Stadt und Vorderer Odenwald sowie die Gewerkschaft ver.di auch juristisch gegen den Sonntagskommerz am Palmsonntag. Sie haben Klage gegen die Sonntagsöffnung am 24. März eingereicht.

Dabei geht es um die Begründung für den verkaufsoffenen Sonntag. Laut hessischem Ladenöffnungsgesetz ist dafür ein „besonderer Anlass“ wie ein Markt, eine Messe oder ein Stadtfest notwendig. Die Stadt Darmstadt hat von 13.00 bis 19.00 Uhr einen Ostermarkt angekündigt. Ob das als besonderer Anlass reicht, soll juristisch geklärt werden.

 

Graphik: Allianz für den freien Sonntag
Text: bet