18.12.12 Armut lindern - Ökumenische Unterstützung für die Tafel in Rimbach


Das war eine schöne, vorweihnachtliche Bescherung. Die evangelische Kirchengemeinde Wald-Michelbach und die katholische Kirchengemeinde Absteinach überreichten der Tafel in Rimbach eine Spende von 500 Euro.

Zugleich sorgte die Frauengruppe der evangelischen Gemeinde für eine willkommene Sachspende. Aus dem Erlös des alljährlichen Adventsnachmittags wurden Lebensmittel gekauft, die es sonst nicht oder nur selten im Tafelladen gibt,  z.B. Schokolade für Kinder.

Die Geldspende stammte aus der Kollekte des ökumenischen Buß- und Bettaggottesdienstes im Bürgerhaus von Siedelsbrunn. Zum Abschluss vieler gemeinsamer Veranstaltungen zur 1000-Jahr-Feier der Gemeinden  Abtsteinach, Siedelsbrunn und Schönmattenwag hatten beide Kirchengemeinden zum Gottesdienst eingeladen. Die Kollekte von 425 Euro wurde auf eine runde Summe erhöht. So konnten Pfarrer Jörg Michas von der evangelische Gemeinde und Roswitha Glebowski vom katholischen Pfarrgemeinderat  der Tafel 500 Euro überreichen.

Die stellvertretende Leiterin des Diakonischen Werks, Ursula Thiels, sagte, dass der Betrieb der Tafel ohne solche Spenden nicht dauerhaft gesichert werden könne. Auch die Hilfe vieler Ehrenamtlicher sei für die Einrichtung in Rimbach unverzichtbar. Das Diakonische Werk Bergstraße, das neben Rimbach noch eine Tafel in Lampertheim betreibt, hatte immer wieder betont, dass die Tafeln zwar akute Not lindern, aber Armut nicht nachhaltig bekämpfen könnten. Dazu sei eine andere Sozialpolitik notwendig.

Das Evangelische Dekanat Bergstraße und die Kirchengemeinden im Weschnitztal und Überwald hatten sich zur so genannten Tafel-Runde zusammengeschlossen. Sie organisiert langfristige Unterstützung für den Tafelladen in Rimbach. Dort werden zurzeit 452 Menschen – darunter 187 Kinder – mit Lebensmitteln versorgt.


Foto: Karl-Heinz Köppner
Text: bet