26.11.12 "Helfen, helfen und nochmals helfen" - Starkenburg-Medaille für Dr. Edusa-Eyison

Wenn es Menschen wie Dr. Ebenezer Obo Edusa-Eyison nicht geben würde, wäre die Gesellschaft um einiges ärmer. Für sein lebenslanges ehrenamtliches Engagement  zeichnet das Evangelische Dekanat Bergstraße den 84jährigen mit der Starkenburg-Medaille aus. Sie wird ihm beim Empfang zum neuen Kirchenjahr am Vorabend des 1. Advent in Heppenheim überreicht. Die Laudatio hält der frühere Bergsträßer Landrat Norbert Hofmann.

Dr. Edusa-Eyison stammt aus Ghana. Der promovierte Politikwissenschaftler lebt mit seiner Frau Roswitha in Viernheim. Er kam als Erwachsener nach Deutschland und zitiert gern das ghanaische Sprichwort: „Dort, wo du wohnst, sollst du es schön machen“. Das heißt für ihn, sich vor Ort zu engagieren. „Ich möchte ein Sprachrohr sein für Menschen, die keine Stimme haben.  Was ich kann, möchte ich weiter geben. Wenn ich mein Wissen weiter gebe, kann ich anderen helfen“, betont Dr. Edusa.

Dr. Edusa-Eyison gehört seit 1993  dem Kirchenvorstand der Viernheimer Auferstehungsgemeinde an. Seit Jahren erteilt er im Evangelischen Gemeindezentrum kostenlos Deutschunterricht für Ausländer. 2010 wurde er zum vierten Mal in Folge zum Vorsitzenden des Ausländerbeirats gewählt. Er hat dieses Amt seit 1997 inne.  Auf Kreisebene ist er Mitbegründer der „Initiative gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“, die sich erstmals im Februar 2001 mit dem Manifest  „Kreis Bergstraße - Weltoffen, tolerant und fremdenfreundlich“ an die Öffentlichkeit wandte.

Dr. Edusa hatte sich auch an dem Interviewprojekt des Evangelischen Dekanats „Was heißt es für mich evangelisch, zu sein“?“ beteiligt. Auf diese Frage sagte er unter anderem: „Mein Vater war Pastor in Ghana. Wir sind mit zwei Grundsätzen erzogen worden: Frieden schaffen und helfen. Und es gibt überall Gelegenheiten, wo man helfen kann. Helfen, helfen, helfen und nochmals helfen – das ist für mich evangelisch.“


Text u. Foto bet