09.11.12 Synode wählt neue Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten - Bergsträßer Dekanin kandidiert


Die Bergsträßer Dekanin Ulrike Scherf ist eine von drei Kandidatinnen, die für das Amt des stellvertretenden Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) vorgeschlagen wurden.

Die Kirchensynode, das ist das Kirchenparlament der EKHN, wird auf ihrer Tagung vom 21. bis 24. November in Frankfurt entscheiden, wer die neue Stellvertreterin von Kirchenpräsident Dr. Volker Jung werden wird. Wahlberechtigt sind die 152 Mitglieder der Kirchensynode.

Für die Kandidatur von Ulrike Scherf (Foto links) hatte es unabhängig voneinander mehrere Vorschläge gegeben. Sie kamen sowohl aus dem Dekanat Bergstraße als auch aus anderen Regionen der EKHN. Neben der 48jährigen Dekanin sind Dr. Susanne Bei der Wieden (46), Pfarrerin der evangelischen reformierten Gemeinde Frankfurt und stellvertretende Präses der Kirchensynode sowie Christine Noschka (58), Oberkirchenrätin und Dezernentin in der Kirchenverwaltung als Kandidatinnen nominiert worden.

Sie sei nach wie vor gern als Dekanin tätig und habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Doch viele hätten Sie dazu ermutigt, für das zweithöchste Leitungsamt der EKHN zu kandidieren, betonte Ulrike Scherf. „Die Erfahrungen, die ich vor Ort in der Region Bergstraße gesammelt habe, möchte ich in die Gesamtkirche einbringen. Themen wie Sonntagschutz oder Fragen der Gerechtigkeit, wie sie in der Heppenheimer Erklärung gegen Armut und Ausgrenzung  formuliert wurden, machen an der Dekanatsgrenze schließlich nicht Halt. Sie sind für die gesamte EKHN von Bedeutung“, begründete sie ihre Bereitschaft, sich für die Wahl zur Verfügung zu stellen.

Die Amtszeit dauert acht Jahre und kann von der Synode verlängert werden. Die derzeitige Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten, Oberkirchenrätin Cordelia Kopsch, scheidet Ende Januar 2013 aus dem Amt aus.

 

Text: bet
Foto: ekhn