07.11.12 Kollekte verdoppelt – 2:1 für die Tafel - Ev. Kirchengemeinde Zotzenbach setzt Zeichen gegen Armut


Die frohe Botschaft hören, gemeinsam beten und singen, gemütlich beieinander sitzen und über Gott und die Welt plaudern – auch in Zotzenbach steht das im Zentrum eines Gemeindefestes. In diesem Jahr war das nicht anders;  doch zugleich beschäftigte sich die Gemeinde auch mit einem sehr brisanten Thema: Armut in der Nachbarschaft.Die evangelischen Christen wollten nicht nur darüber reden, sondern auch ein praktisches Zeichen setzen. So wurde die Kollekte des Festgottesdienstes für die  „Rimbacher Tafel“ bestimmt.

Heike Rothmüller, der Tafelobfrau der Gemeinde, gelang es, das Evangelische Dekanat Bergstraße mit ins Boot zu holen und dort die Zusage auf eine Verdoppelung des gesammelten Betrages zu erhalten. Am Ende standen insgesamt 902,-  Euro zu Buche

Die Zotzenbacherinnen und Zotzenbacher hätten wieder ein offenes Ohr und ein offenes Herz für Menschen in Not bewiesen, erklärte die Initiatorin Heike Rothmüller. Sie bedankte sich bei Dekanin Ulrike Scherf und den Verantwortlichen im Dekanat, bei denen sie mit ihrem Wunsch eine Aktion „Aus eins mach zwei“ zu starten, sofort Gehör gefunden habe.  

„Angesichts der konkreten Not halten wir es für geboten, die Tafel zu unterstützen. Doch wir wissen auch, dass mit der Tafel allein das Armutsproblem nicht nachhaltig gelöst werden kann“, betonte Dekanin Scherf.  Das Evangelische Dekanat hatte deshalb gemeinsam mit den katholischen Dekanaten Bergstraße die Heppenheimer Erklärung gegen Armut und Ausgrenzung neu verabschiedet, in der es heißt: „Wir treten wir dafür ein, dass jeder Mensch in Würde leben und unabhängig vom Einkommen in vollem Umfang am gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben teilhaben kann.“

Die Zotzenbacher Aktion habe man gerne unterstützt und sei sehr froh, dass die Initiative Heike Rothmüllers von der Kirchengemeinde mit so großem Engagement getragen wurde. Scherf: „Allen Aktiven und natürlich allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Dankeschön.“

Foto v.l.: Walburga Florig, Ursula Schweickert, Pfr. Hermann Birschel, Dekanin Ulrike Scherf, Monika Renate Kern, Heike Rothmüller, Ai Tanigawa-Holzapfel, Heide Haneke, Brigitte Walz-Kelbel

Text u. Foto: Christian Rupp