29.08.12 Der "Jesus-Skandal" - Ein Bild sorgt für Empörung


„Der Jesus-Skandal. Ein Bild sorgt für Empörung“ lautet das Thema einer Veranstaltung am Freitag, den 7. September, zu der das Evangelische Dekanat Bergstraße und das Martin-Buber-Haus gemeinsam einladen.

Mit seinem Bild „Der zwölfjährige Jesus im Tempel“, das erstmals 1879 bei der Internationalen Kunstaustellung in München gezeigt wurde, hatte der jüdische Maler Max Liebermann einen heftigen Streit ausgelöst, der zum Teil auch anti-semitische Ressentiments bediente. Das umstrittene Bild zeigt den zwölfjährigen Jesus barfuß und mit fleckigem Hemd im Tempel inmitten von Rabbinern. Liebermann, so der Vorwurf, habe damit Gottes Sohn in den Schmutz gezogen und Jesus als jüdischen Gassenjungen dargestellt. 

Die Veranstaltung zeichnet in Bildern die Geschichte dieses Skandals nach, betonen die beiden Organisatorinnen, Birgit Meurer vom Martin-Buber-Haus und Birgit Geimer vom Evangelischen Dekanat. Die Auseinandersetzung um das Bild verrate zudem viel über die Befindlichkeiten und antisemitischen Strömungen der damaligen Zeit verrät.

Dazu gibt es Klezmer-Musik der Gruppe „36 Finger“ aus Weinheim und eine Ausstellung des Künstlers Branco Stahl aus Heppenheim, der christlich-jüdische Themen aufgreift. Er zeigt Flock-Bilder,die man anfassen kann und soll.

Die Veranstaltung über den „Jesus-Skandal“ am 7. September beginnt um 20.00 Uhr im Saalbau-Kino Heppenheim, Wilhelmstr. 38. Der Eintritt ist frei.

 

Foto: „Der zwölfjährige Jesus im Tempel“ (Ausschnitt) von Max Liebermann