18.08.12 Grußwort des Kirchenpräsidenten - 1000 Jahre Siedelsbrunn, Schönmattenwag, Abtsteinach


Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung, hat sich heute bei der Festveranstaltung „1000 Jahre Siedelsbrunn, Schönmattenwag, Abtsteinach“  unter anderem zum interreligiösen Dialog geäußert. In seinem Grußwort sagte er:

„Der Islam kam vor Jahrzehnten mit dem Wirtschaftswunder. Seit wenigen Jahren ist sogar der Buddhismus im Odenwald heimisch. Eine Pagode entstand in Siedelsbrunn. Für mich sind dabei die neuen Religionen keine Bedrohung. Das Christentum hat bei Ihnen 1000 Jahre bestand. Und was 1000 Jahre Geschichte hat, hat auch eine Zukunft. Für mich sind der Dialog und das Gespräch mit anderen Religionen eine Bereicherung und ein wichtiger Beitrag zum friedlichen Zusammenleben.

Wer sich mit anderen Religionen auseinandersetzt, muss sich zunächst über seinen eigenen Glauben klar werden. Er muss sich mit der Frage beschäftigen: Was bedeutet Gott mir? Wer ist Jesus Christus für mich? Wo kann ich in meinem Leben christliche Werte wie die Nächstenliebe verwirklichen? Das Gespräch mit anderen Religionen stärkt also den eigenen Glauben und schwächt ihn nicht, wie manche fürchten.

Zum Dialog mit anderen Religionen und zum friedlichen Miteinander gibt es in einer immer mehr zusammen wachsenden Welt keine Alternative. Dazu möchte ich ermuntern. …Lassen Sie sich von manchen Widerständen nicht entmutigen. Schauen Sie auf die Gemeinsamkeiten. Achten Sie aber genauso die Verschiedenheit des anderen auf dem Weg zur Einheit. Bauen Sie weiter behutsam und beharrlich an der Ökumene.“

Den vollständigen Wortlaut des Grußwortes von Kirchenpräsident Jung finden Sie hier