02.08.12 Bilanz der Sommerbegegnungen - Kirche macht(e) Musik


Begegnung ermöglichen und Gemeinschaft fördern. Das waren die Ziele der Sommerbegegnungen, zu denen das Evangelische Dekanat Bergstraße während der Sommerferien ins Heppenheimer Haus der Kirche eingeladen hatte. „Kirche macht Musik – Musik macht Kirche“ lautete das Motto passend zum Jahr der Kirchenmusik. Entsprechend war bei den einzelnen Veranstaltungen jede Menge Musik drin.

Nach dem Vorbild des Dichterwettstreits Poetry Slam traten sechs Kandidaten zum weltweit ersten „Church&Music-Slam“ an. „Wer bei dieser Premiere dabei war, ist jetzt kirchenmusikalisch auf der Höhe der Zeit und wird bei der Frage, was eigentlich ein „Slam“ sei, nicht mehr unwissend mit der Schulter zucken“, meinte Annette Siegel vom Vorbereitungsteam. Sie fand es erfrischend, dass das Publikum alle Beiträge ob Psalter oder Pop mit lautstarken Beifall honorierte.

Musik gab es auch in Farbe. In der Sommermalwerkstatt ließen sich die Teilnehmer von Musik inspirieren und schwangen den Pinsel nach Noten. „Die Ergebnisse sind so beeindruckend, dass wir überlegen, die Bilder in einer eigenen Ausstellung zu zeigen“, betonte die Bildungsreferentin des Dekanats, Dr. Vera-Sabine Winkler.  Bei der Filmvorführung von „Oh happy day“ verwandelte sich das Haus der Kirche in einen Kinosaal. „Am Ende waren viele fröhliche Kinobesucher zu sehen. Denn der Film macht deutlich, welch spirituelle Kraft Musik entfalten kann,  und er macht Mut, sein eigenes Leben zu leben“, so der Eindruck von Heidrun Staab, die die Kino- bzw. Haus der Kirche-Besucher mit Popcorn und Eiskonfekt verwöhnte.

Eine weitere Sommerbegegnung war eine „musikalische Weltreise durch den Sommer“. Dafür musste eine Gruppe von Radfahrern nur vom Heppenheimer Haus der Kirche nach Seeheim radeln. Dort gab die Kirchenmusikerin der Laurentiuskirche,  Marion Huth, ein exklusives Konzert. „Sie zog alle Register und zeigte, wie vielseitig Orgelmusik sein kann“,  lobte die Radtourleiterin Stefanie Becker. Vielfältig war auch die Musik, die auf dem Plattenteller landete. Unter der Linde hinter dem Haus der Kirche kreisten die schwarzen Scheiben.  „Diese Sommerbegegnung war für viele eine Wiederbegegnung mit alten, lange nicht gehörten Schallplatten. Erstaunlich war, dass so viel Gäste musikalische Schätze ausgegraben hatten, die einen Bezug zu Kirche oder Glaube haben“, so die Bilanz von Ebba Röhrig, die sich als Diskjockey betätigte.
 
Nach der Premiere im Vorjahr hatte das Evangelische Dekanat zum zweiten Mal während der Sommerferien zu den Sommerbegegnungen eingeladen. Dabei wurde erstmals der Bereich unter der Linde hinter dem Haus der Kirche als sommerlicher Veranstaltungsort erprobt. „Die Sommerbegegnungen sind eine gute Gelegenheit, Kirche auch einmal von einer anderen, eher ungewohnten Seite zu erleben“, sagte Dekanin Ulrike Scherf. Sie kündigte an, die Veranstaltungsreihe im nächsten Jahr fortzusetzen. 


Foto: Joachim Dietermann
Text: bet