18.06.12 Uran-Abbau in Tansania - Sorgen um Gesundheitsgefahren in der Partnerkirchenregion


Das Evangelische Dekanat Bergstraße lädt am Donnerstag (21. Juni) zu einem Vortrag ein, bei denen es um die Folgen des Uran-Abbaus in Tansania geht. Mit der Moravian Church in Süd-Tansania pflegt das Evangelische Dekanat eine Partnerschaft.

In Tansania sind in den letzten Jahren mehrere Uranvorkommen entdeckt worden. Im Zuge der Atomenergie-Renaissance und dem steigenden Bedarf von Uran sind derzeit eine Vielzahl von ausländischen Explorationsfirmen aktiv. Einige haben sich bereits Uranabbaurechte über Tausende von Quadratkilometern gesichert. Der „Investors Guide“ preist die Vorkommen des Landes zur Ausbeutung an – und weist  gleichzeitig auf günstige Bedingungen wie billige Arbeitskräfte hin. Nach dem Willen der tansanischen Regierung soll der Uranabbau zu einer tragenden Säule der Wirtschaft des Landes werden.

Im Herbst 2012 soll der flächendeckende Abbau von Uran beginnen. Schon jetzt, als Folge von Probebohrungen, sind Todesopfer unter den Bewohnern der umliegenden Dörfer zu beklagen – der kontaminierte Staub gelangt auf die Felder und das Trinkwasser wird verseucht. In der Bevölkerung, die unzureichend informiert ist, wächst jedoch der Unmut. Die Menschen haben zum einen das Gefühl, nicht ausreichend an den Einnahmen beteiligt zu werden, zum anderen sind die massiven Umweltschäden nicht mehr zu verheimlichen.

Das Evangelische Dekanat Bergstraße unterhält seit über zwanzig Jahren eine Partnerschaft mit Gemeinden im Süden Tansanias und konnte als Referenten Martin Kurz aus Tübingen vom Uranium-Network gewinnen. Er war selbst vor Ort in Tansania und wird an diesem Abend über den aktuellen Stand berichten.

Die Veranstaltung am Donnerstag, den 21. Juni beginnt um 19.30 Uhr im Haus am Markt, Marktplatz, in Bensheim

Weitere Informationen:
Tilman Pape,  Pfarrer für Ökumene und Mission im Ev. Dekanat Bergstraße
Tel.:  06252 – 673342
E-Mail: pape@haus-der-kirche.de

 

Foto: Kinder in Tansania – die Ängste vor Gesundheitsgefährdungen durch den Uran-Abbau sind groß