15.06.12 Abschied aus Schönberg-Wilmshausen - Neue Aufgabe für Pfarrer Reinald Engelbrecht


Pfarrer Reinald Engelbrecht verlässt die Gemeinde Schönberg-Wilmshausen, bleibt dem Evangelischen Dekanat Bergstraße aber erhalten. Er wird ab Juli eine neue Aufgabe nur wenige Kilometer weiter übernehmen als Gemeindepfarrer in Reichenbach und Beedenkirchen.

Über 14 Jahren war der 52jährige in Schönberg-Wilmshausen tätig. Nach so langer Zeit, so betont der scheidende Pfarrer, falle ihm der Abschied nicht leicht. In der Gemeinde hätten sich viele Freundschaften entwickelt. Doch er freut sich nach eigenen Angaben auch darauf, etwas Neues gestalten zu können. Nachdem jetzt seine Kinder aus dem Haus sind und eigene Wege gehen, war für ihn die Zeit reif für eine Veränderung.

„Ich habe sehr gern in Schönberg-Wilmshausen gearbeitet. Doch weil die Größe der Gemeinde nur eine halbe Pfarrstelle ermöglichte, bedeuteten die Vertretungsdienste in Zwingenberg oder Reichenbach immer einen Spagat. Das war mitunter mühselig“, meint Reinald Engelbrecht.  Im nächsten Monat wird er die neue Pfarrstelle mit der offiziellen Bezeichnung „Reichenbach II mit Sitz in Beedenkirchen“ übernehmen. Er wird in Reichenbach mit Pfarrer Thomas Blöcher zusammenarbeiten, aber auch für die Gemeinde Beedenkirchen zuständig sein. Dort wird er mit seiner Frau auch in das Pfarrhaus ziehen.

Dankbar ist Reinald Engelbrecht für das Engagement der Prädikantinnen und Prädikanten in der Gemeinde Schönberg-Wilmshausen. Dadurch konnte trotz seiner  halben Pfarrstelle jeden Sonntag Gottesdienst gefeiert werden. Überhaupt schätzt er Teamarbeit: „Mit dem Kirchenvorstand hat es eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit gegeben.“

Die gesellschaftliche Großwetterlage betrachtet er mit Sorge:  „Zu viele lassen sich mit immer mehr Konsum und medialer Dauerberieselung ablenken. Wir leben in einer Dieter Bohlen und Heidi Klum-Gesellschaft. Jugendlichen wird eingeredet, sie seien nur etwas wert, wenn sie was zu bieten haben, schön aussehen oder sich gut darstellen können. Ich selbst möchte junge Menschen zeigen, dass sie von Gott angenommen sind und ihren Wert nicht selbst ständig neu ermitteln müssen.“

Besonders dankbar  ist er für den evangelischen Leuchtturm-Kindergarten in Schönberg, der trotz mancher Schwierigkeiten in evangelischer Trägerschaft gehalten werden konnte.  „Unser Kindergarten ist in Schönberg eine Institution. Er besteht bereits seit 140 Jahren“, betont Reinald Engelbrecht.

Dekanin Ulrike Scherf wird Pfarrer Engelbrecht am Sonntag, den 17. Juni verabschieden. Der Gottesdienst in der Schönberger Marienkirche beginnt um 15.00 Uhr.

 

Text u. Foto: bet