15.05.12 Freiheit und Verantwortung - Evangelisch-Ausstellung in der Heppenheimer Christuskirchengemeinde


Was heißt es für mich, evangelisch zu sein? Um diese Frage dreht sich eine Ausstellung, die ab sofort in der Heppenheimer Christuskirche zu sehen ist. Gezeigt werden großformatige Plakate mit den Porträts und Texten von Menschen aus allen 34 Kirchengemeinden im Evangelischen Dekanat Bergstraße.

In der Interviewreihe, das die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) im vergangenen Jahr als Projekt des Monats Oktober ausgezeichnet hatte, kommen  sehr unterschiedliche Personen zu Wort: Jüngere wie Ältere, Frauen wie Männer, Menschen, die mit der evangelischen Kirche sehr eng verbunden sind, Evangelische, die eine gewisse Distanz zu ihrer Kirche haben und nicht zu den regelmäßigen Kirchgängern gehören, Überzeugte ebenso wie Fragende und Zweifelnde.

Aus der Heppenheimer Christuskirchengemeinde hatte sich Christian Kupfer an dem Interviewprojekt beteiligt. Sein Grund, evangelisch zu sein:  „Es ist die Freiheit, die mir die evangelische Kirche gewährt. ‚Luthers Freiheit eines Christenmenschen‘ – das ist die Grundlage, auf der ich mich bemühe, zu handeln. Freiheit ist ohne Verantwortung nicht möglich. Beides gehört für mich zusammen“.

Auch für andere ist die Freiheit von besonderer Bedeutung. Katja Folk von der benachbarten Heilig-Geist-Gemeinde in Heppenheim betont: „In Glaubenssachen wird einem nichts abgenommen – das ist für mich evangelisch. Dies ist zum einen eine Bürde, zum anderen bedeutet es Freiheit. Für mich überwiegt die Freiheit, mitdenken und mitentscheiden zu können.“

Die Ausstellung, die bis Mitte Juni zu sehen ist, kann vor und nach den Gottesdiensten besichtigt werden. Nach Absprache sind auch andere Zeiten möglich.

Kontakt:
Gemeindebüro der Christuskirchengemeinde
Theodor-Storm-Straße 10
64646 Heppenheim
Tel.: 06252-71270
oder Pfarrerin Silke Bienhaus
E-Mail: bienhaus@christuskirche-heppenheim.de

 

Foto: Susanne Schaumann (links) und Cornelia Hinz (rechts) vom Kirchenvorstand der Christuskirchengemeinde mit Pfarrerin Silke Bienhaus (Bildmitte)
Text u. Foto: bet