08.05.12 Für Kinder, denen das Licht der Welt verborgen blieb - Besonderer Gottesdienst in Heppenheim


„Du lebtest nur im Schutz warmer Dunkelheit. Uns entrissen bist Du dem Licht vielleicht näher als wir ahnen“, lautet die Inschrift auf dem Gedenkstein für totgeborene Kinder auf dem Heppenheimer Friedhof. Bei einem Gottesdienst am kommenden Samstag (12. Mai)  wird der Kinder gedacht, denen „das Licht dieser Welt“ verborgen blieb.

Das Grabfeld geht auf eine Initiative der Klinikseelsorge und der Gynäkologie am Kreiskrankenhaus Heppenheim zurück. Allein dort gibt es pro Jahr zwischen drei bis fünf Fehl- oder Totgeburten. Weil für totgeborene Frühchen bis zu einem Gewicht von 500 Gramm keine Bestattungspflicht besteht, können sie wie klinischer Abfall entsorgt werden. Dies bedeutet nach den Erfahrungen der Klinikseelsorge eine zusätzliche Belastung der Eltern und ihrer Angehörigen. Vor drei Jahren wurde das Grabfeld auf dem Friedhof in Heppenheim eingerichtet, um betroffenen Eltern einen Ort der Trauer, des Abschieds und der Erinnerung zu ermöglichen.

Jedes Jahr im Mai laden die Pfarrerin Steffi Beckmann und Silke Bienhaus von der evangelischen und Pastoralreferent Dr. Bernhard Deister von der katholischen Klinikseelsorge gemeinsam mit dem Kreiskrankenhaus zu einem ökumenischen Gottesdienst ein: für „Kinder, denen das Licht dieser Welt verborgen blieb. Er beginnt am kommenden Samstag, 12. Mai um 11.00 Uhr in der Kapelle auf dem Heppenheimer Friedhof. Im Anschluss versammeln sich die Teilnehmenden um das Grabfeld. Zu dem Gottesdienst sind ausdrücklich auch all jene Eltern eingeladen, die früher keine Möglichkeit hatten, ihr totgeborenes Kind zu bestatten.

 

Text u. Foto: bet