04.04.12 Warum der Karfreitag wichtig ist! - Großformatige Banner in Reisen und Bensheim


Mit Plakaten und großformatigen Bannern, die an Kirchen angebracht worden sind, macht die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) auf die Bedeutung des Karfreitags aufmerksam. Im Evangelischen Dekanat Bergstraße sind Banner, auf denen der Schlüsselbegriff „Opfer?“ zu sehen ist sowie eine Hand mit dem Wundmahl Jesu und zwei V-förmig zum Siegeszeichen erhobene Finger, an der evangelischen Kirche in Reisen (Foto oben) und an der Stephanuskirche in Bensheim (Foto unten) zu sehen.

Der Karfreitag wird als sogenannter stiller Feiertag gesetzlich besonders streng geschützt – etwa durch das Verbot öffentlicher Tanzveranstaltungen. Wegen dieser Auflagen gibt es bundesweit immer wieder kontroverse Diskussionen in Politik und Gesellschaft. Die EKHN will sich nach eigenen Angaben mit dieser Aktion öffentlich positionieren“. Kirchenpräsident Dr. Volker Jung betonte: „Der Karfreitag ist wichtig. Er nimmt das Leiden und Sterben von Jesus Christus und mit ihm alle Opfer von Hass und Gewalt in den Blick. Aus Respekt vor dem Leiden Jesu und aller leidenden Menschen ist er zurecht ein stiller Feiertag. Den Karfreitag als Feiertag kann es nur als stillen Feiertag geben.”

Der Darmstädter Künstler Ralf Kopp bezeichnet sein Bild mit dem Wundmahl Jesu und zwei V-förmig zum Siegeszeichen erhobenen Fingern als  Dualsymbolik. „Die Hand mit der Wunde erinnert an Jesus. Er starb angenagelt an ein Kreuz. Hier erscheint die Hand, als wäre sie ein Teil des Himmels: alles umfassend. Die Finger formen ein V für Sieg (victory)“. Eine ausführliche Bildbetrachtung finden Sie hier.

 


Wie das Bild zur Kreuzigung passt, erläutert die EKHN auf der Website: www.karfreitag.de. Dort heißt es unter anderem: „Gottes Liebe war in Jesus. Er ist für Toleranz eingetreten, hat Menschen vergeben und dazu aufgerufen, die Feinde zu lieben. Dafür wurde er getötet. Gottes Liebe opfert sich selbst. Gerade damit gewinnt sie den Glauben vieler. Das ist ihr Sieg.“

 

 

Foto oben: Helmut Spindler
Text u. Foto unten: bet