16.03.12 "Eine hochmotivierte Gruppe" - Ausbildungskurs Besuchsseelsorge startet in die praktische Phase


Der aktuelle Ausbildungskurs des Evangelischen Dekanats Bergstraße für die Besuchsseelsorge hat mit der praktischen Phase begonnen. Die neun Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer werden jetzt in verschiedenen Krankenhäusern und Altenheimen der Region hospitieren.

„Es ist eine hochmotivierte und engagierte Gruppe“,  sagt Pfarrerin Barbara Tarnow, die gemeinsam mit Pfarrerin Steffi Beckmann den Ausbildungskurs leitet. Elke Glemann aus Bensheim-Gronau hat sich vorgenommen, im Ruhestand ehrenamtlich tätig zu werden. „Ich bin pensionierte Lehrerin, möchte aber gern etwas tun, was nicht mit Schule oder Nachhilfe zu tun hat. So bin ich auf die Besuchsseelsorge gekommen“, sagt die 69jährige. Wie viel Zeit Sie dafür investieren will, ist noch offen.

Zwei Nachmittage pro Woche kann sich Beate Ferber aus Bensheim vorstellen. Die 67jährige war ebenfalls als Lehrerin tätig. „Ich bin erst nach der Pensionierung an die Bergstraße gezogen und möchte mich hier ehrenamtlich engagieren. Auf die Besuche kranker oder älterer Menschen bin ich einfach neugierig.“

Gabriele Zahn aus Absteinach hat bereits eine Ausbildung in der Notfallseelsorge absolviert. Die Katholikin engagiert sich  zudem im Pfarrgemeinderat  und möchte verstärkt  in der Gemeindeseelsorge aktiv werden. „Alterseinsamkeit hat zugenommen, Deshalb sind mir vor allem Gespräche mit älteren Menschen wichtig“, betont die 39jährige.

Heinz-Peter Schneider aus Ober-Beerbach ist der einzige Mann im Ausbildungskurs. Als junger Mann war er im diakonischen Bereich tätig, arbeitete dann als Verwaltungsfachkraft bei der evangelischen Landeskirche in Darmstadt. „Ein Krankenhausaufenthalt ist meist ein Einschnitt im Leben. Ich möchte den Betroffenen beistehen“, sagt der 66jährige, der aber auch für den Besuchsdienst Altenheim zur Verfügung steht. Zwei Tage pro Woche kann er sich für das Ehrenamt vorstellen. Auch er hat eine seelsorgerliche Vorbildung.  Bis 2010 war Heinz-Peter Schneider in der Notfallseelsorge aktiv.

Für Pfarrerin Steffi Beckmann, die im Heppenheimer Kreiskrankenhaus als Klinikseelsorgerin arbeitet,  ist es eine Freude, diese Gruppe auszubilden. „Es sind unterschiedliche Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Biographien und in unterschiedlichem Alter. Diese Verschiedenheit  kommt auch den Menschen zugute, die von ihnen im Krankenhaus, im Altenheim oder auch in der Gemeinde besucht werden“.

Der Ausbildungskurs  dauert noch drei Monate. Am 24. Juni werden die neuen Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter der Besuchsseelsorge offiziell mit dem Dienst in Krankenhäusern und Altenheimen beauftragt.

Foto: Das Bild zeigt die Teilnehmer/innen des Ausbildungskurses mit ihren Kursleiterinnen Pfarrerin Barbara Tarnow (dritte v. links) und Pfarrerin Steffi Beckmann (zweite v. rechts)
Text u. Foto: bet