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17.01.12 "Steht auf für Gerechtigkeit" - Vorbereitungen für den Weltgebetstag der Frauen


„Steht auf für Gerechtigkeit“ lautet das Motto zum Weltgebetstag der Frauen. Er wird am 2. März in aller Welt  gefeiert. Im Dekanat Bergstraße gibt es dazu zwei ökumenische Vorbereitungstreffen.

Die Liturgie des diesjährigen Weltgebetstags haben Frauen aus dem südostasiatischen Land Malaysia vorbereitet. Die Malaysierinnen wollen zeigen, warum Christinnen und Christen verpflichtet sind, gegen Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft einzutreten und für Gerechtigkeit aufzustehen.

Malaysia hat rund 27 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Wurzeln. Der Islam ist in Malaysia Staatsreligion. Alle Malaiinnen und Malaien (rund 50% der Bevölkerung) sind von Geburt an muslimisch. Chinesisch-stämmige (23,7%) und indisch-stämmige Menschen (7%), indigene Völker (11%) und Menschen anderer Herkunft (7,8%) gehören größtenteils dem Buddhismus, Hinduismus, Christentum und anderen Religionen an. Für sie gilt nur theoretisch Religionsfreiheit.

Immer wieder kommt es zu Benachteiligungen der religiösen Minderheiten und zu politisch-instrumentalisierten Konflikten. So versucht man z.B. durchzusetzen, dass der Gottesname „Allah“ den Muslimen vorbehalten bleibt und Christen den Vater Jesu Christi nicht öffentlich, wie sie es gewohnt waren, „Allah“ nennen dürfen.  Die Weltgebetstagsfrauen haben in ihrer Liturgie einen Weg gefunden, Ungerechtigkeiten, die „zum Himmel schreien“, anzuprangern: Sie lassen die Bibel sprechen.

Bei zwei ökumenischen Arbeitstreffen wird der Weltgebetstag in der Region Bergstraße vorbereitet. Das erste findet am 21. Januar  von 9.30 bis 17.00 Uhr in  der Bensheimer Stephanus-Gemeinde statt.  Für das zweite Treffen haben die Organisatorinnen nach Fürth eingeladen. Es findet am 28. Januar ebenfalls von 9.30 bis 17.00 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus statt. Alle Interessierten sind willkommen.

Foto: WGT-Logo
Text: WGT-Komitee / Red.