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13.01.12 "Integration und Gerechtigkeit" - Stiftung Orbishöhe fördert soziale Projekte


Das war den Schweiß wert, davon ist die Stiftung Orbishöhe überzeugt. Dank der Sponsorenläufer beim Mannheimer Marathon im vergangenen Jahr kann das integrative Musikprojekt für Kinder und Jugendliche in Viernheim fortgesetzt werden. Für 2012 werden zudem Projekte in Wald-Michelbach, Fürth, Lampertheim sowie in Schulen des Landkreises Bergstraße gefördert.

Die Läuferinnen und Läufer, die die Stiftung auf die Marathon-Strecke geschickt hatte, haben insgesamt 4.500 Euro an „Fersengeld“ erlaufen. Damit wird das Musikprojekt in Viernheim gesichert, dass in  Workshops für Hip Hop, Theater, Tanz und Chor das Selbstvertrauen und die interkulturelle Kompetenz von Kindern und Jugendlichen stärkt. Die Workshop-Teilnehmer sind zum Teil ausländischer Herkunft.

Die Stiftung unterstützt zudem das Projekt des Diakonischen Werks Bergstraße „Fit für work“ in Lampertheim. Dabei erhalten Jugendliche Unterstützung, um einen Hauptschulabschluss erreichen zu können. Mit über 5.200 Euro werden gemeinsame Fahrten finanziert, bei denen die Jugendlichen sich kennenlernen und untereinander austauschen können. Ohne die Unterstützung wäre dies nicht möglich. „Trotz Wirtschaftswachstum ist es erschreckend, wie stark Integration und Verteilungsgerechtigkeit von kirchlichen oder privaten Organisationen abhängt“, sagte der Stiftungsvorsitzende und Präses des Evangelischen Dekanats Bergstraße, Axel Rothermel bei der Beiratssitzung im Heppenheimer Haus der Kirche.

Für das auf Jugendliche abgestimmte Ausstellungsprojekt „Körper-Liebe-Sexualität“ stellt die Stiftung Orbishöhe in diesem Jahr rund 1.900 Euro zur Verfügung. Die Ausstellung wird in verschiedenen Schulen des Landkreises Bergstraße gezeigt. Das Projekt „Familienfreundliche Gemeinde“ der evangelischen Mehrgenerationenarbeit in Wald-Michelbach und Fürth wird mit 500 Euro unterstützt.

Die größte Unterstützung mit insgesamt 80.000 Euro leistete die Stiftung in den vergangenen Jahren für das Mutter-Kind-Projekt in Rimbach. Dort können in den vom Diakonischen Werk Bergstraße betriebenen Häusern Mütter, die psychische Probleme haben, mit ihren Kindern zusammen wohnen. Den Kindern bleibt dadurch ein Heimaufenthalt erspart. Die Förderung wurde Ende vergangenen Jahres wie geplant beendet.

Die Ende 2005 gegründete Stiftung Orbishöhe fördert vor allem Projekte in der Kinder- und Familienhilfe im südhessischen Raum. Neben Axel Rothermel gehören Werner Breitwieser (Vorsitzender des Kreistages Bergstraße), Hans Jakob (Rektor a.D.), Karl-Hans Geil (Dekan des  Ev. Dekanats Ried) und Brigitte Walz-Kelbel (Leiterin des Diakonischen Werkes Bergstraße) dem Stiftungsvorstand an.

 

Foto: der Stiftungsbeirat von links n. rechts:
Hans Jakob, Brigitte Walz-Kelbel, Axel Rothermel und Karl-Hans Geil mit einem „Vitamin-Korb“ für die Mitarbeitenden des Viernheimer Musikprojekts Kathrin Schahn (Jugendförderung Stadt Viernheim)  und Stefan Grünewald (Jugendmigrationsdienst Diakonisches Werk Bergstraße)

Text u. Foto: bet