15.11.11 Tod und Trauer bei Kindern - Fortbildungsseminar im Haus der Kirche


Wie können sich Erwachsene verhalten, wenn Kinder Tod und Trauer erleben? Das war das Thema eines Fortbildungsseminars des Evangelischen Dekanats Bergstraße im Heppenheimer Haus der Kirche.

Wenn in der Familie oder der Nachbarschaft ein Mensch stirbt, hätten Kinder ein Recht auf Trauer. Dies sollten Erwachsene nicht ignorieren, sondern zulassen, mit den Kindern offen darüber reden  und ihnen bei der Trauerbewältigung helfen, so die Referentin Tabitha Oehler von der Trauerseelsorge der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Dazu könnten auch Bücher hilfreich sein, die die Trauer von Kindern thematisieren. Kinder hätten zudem ein eigenes Trauerverständnis, das es zu berücksichtigen gelte. Anschaulich wurde das in dem gezeigten Film „Mama ist tot", in dem Kinder über ihre Erfahrungen berichten.

„Die Seminarteilnehmerinnen haben sich auch über eigene Erfahrungen ausgetauscht. Denn das prägt maßgeblich die persönliche Haltung zu Trauer und Tod“, sagte die Referentin für Kindergottesdienst im Evangelischen Dekanat, Beate Schuhmacher- Ries, die das Seminar organisiert hatte. Nach ihrer Erfahrung wird die Frage,  wie Kinder Tod und Trauer erleben, häufig noch tabuisiert. Eine Teilnehmerin sagte: „Ich habe gemerkt, das andere bei dem Thema genauso unsicher sind wie ich.“ Eine andere betonte: „Allein sich darüber offen auszutauschen, hat gut getan“. Als Erinnerung  konnte sich jede Teilnehmerin am Ende des Seminars eine symbolische Glasträne mitnehmen.

 

Foto: Beate Schuhmacher-Ries
Text: bet